Donnerstag, 23. Juli 2026

Erdmännchen und Perfektionismus machen Urlaub


 

Die etwas unfreiwillige Reise von Flippi und Francia Elegancia


An einem Donnerstagvormittag bekommt Pippi Post von Frida.

Sie liest den Brief ganz gemütlich auf dem Balkon. Danach sitzt sie einfach eine Weile da und schaut in die Wolken.

Die Perfektionistin flüstert ihr dabei dauernd ins Ohr:

„Also, nun mach mal hin. Einfach so herumsitzen, tsts. Der Haushalt wartet.“

Das Erdmännchen hüpft wild umher.

„Was steht denn nun drin in dem Brief?“, nörgelt es.

Plötzlich haut Pippi auf den Balkontisch.

Mit energischer Stimme sagt sie:

„Jetzt ist Feierabend! Ich habe genug von euch beiden. Frida hat euch eingeladen. Ich denke, dass euch die Meeresbrise schon zur Vernunft bringen wird.

Zack, zack, im Frack! Koffer packen und ab geht die Post!“

Auf einmal herrscht gespenstische Stille.

Pippi schaut die beiden streng an.

„Ach ja, ab heute bekommt ihr auch Namen. Du, Erdmännchen, heißt Flippi. Und du, Perfektionistin, heißt Francia Elegancia.“

Flippi hüpft passenderweise sofort wild umher.

„Au ja! Flippi ist cool. Ans Meer wollte ich immer schon!“

Sprach's, verschwand und packte seine sieben Sachen.

Francia Elegancia guckt höchst pikiert, holt tief Luft und legt los:

„Der Name ... na gut, der passt schon. Aber der Rest, das geht so nicht. Ich muss erst eine To-do-Liste und eine Packliste erstellen. Außerdem brauchen wir einen genauen Zeitplan und ...“

„Stopp!“

Pippi unterbricht sie harsch.

„Keine Diskussion. Packen und Abmarsch!“

Beleidigt zieht Francia Elegancia von dannen.

Pippi schreibt Frida noch schnell eine kurze Nachricht, dass Besuch unterwegs ist.


Szenenwechsel: 

Donnerstagnachmittag an der Nordsee

Frida sitzt in ihrem Strandkorb und heißt die beiden herzlich willkommen.

Flippi stürzt sich sofort ins Abenteuer und beginnt, eine große Sandburg zu bauen.

Francia Elegancia schaut sich missmutig um.

Frida ermuntert sie, sich zu ihr in den Strandkorb zu setzen.

Francia schnaubt.

„Pah! Hinsetzen. Ich muss mich erst einmal sortieren und einen Plan für die nächsten Wochen entwerfen. Einfach so herumsitzen ...“

Sie schüttelt den Kopf.

„Außerdem steht der Strandkorb schief und du hast einen Kaffeefleck auf der Bluse.“

Frida hebt eine Augenbraue und lächelt maliziös.

„So, so. Was du nicht sagst. Ich danke dir für den Hinweis. Doch hier bestimme ich.

Ab sofort bleiben Pläne, Listen, Klemmbrett, Lineal und Wasserwaage im Koffer. Hier hat die Tide das Sagen.“

Francia Elegancia erhebt sich beleidigt und geht in Richtung Meer.

Vorher zischt sie Flippi noch zu:

„Die Sandburg ist krumm und schief.“

Der zuckt nur mit den Schultern.

„Egal. Die nächste Welle kommt sowieso.“

Frida schmunzelt.

Und so geht es erst einmal die nächsten Tage weiter.

Flippi hüpft herum, baut Burgen, jagt Möwen und beobachtet das Geschehen am Strand.

Francia Elegancia nörgelt und jammert.

Der Strandkorb steht schief.

Die Sandburg ist krumm.

Die Möwen fliegen völlig ungeordnet durcheinander.

Da Fischbrötchen ist labberig.

Und überhaupt: Niemand scheint hier einen vernünftigen Plan zu haben.

Dann wendet sich plötzlich das Blatt.

Francia Elegancia ist in sich gegangen.

Sie setzt sich zu Frida in den Strandkorb und sagt:

„Ich habe mir etwas überlegt. Vielleicht muss ich gar nicht immer so pedantisch sein. Einfach mal machen ist auch ganz schön.

Ich werde mir ein Grundgerüst zimmern. Aber ich lasse ein paar leere Regale darin. Für das Unvorhergesehene.“

Frida nickt bedächtig.

„Das ist doch schon mal ein Anfang. Nur mach bitte kein Großprojekt daraus“, entgegnet sie lachend.

Flippi meldet sich ebenfalls zu Wort.

„Ich habe mir auch etwas vorgenommen. Ich möchte versuchen, nicht mehr so viel Achterbahn zu fahren. Vielleicht verlege ich mich mal mehr aufs Beobachten. Das macht irgendwie auch Spaß.“

Frida hebt erstaunt eine Augenbraue.

„Nanu! Da hat die Meeresbrise wohl einiges weggepustet.“

Sie schaut die beiden an.

„Gute Ansätze, ihr zwei. Schauen wir mal, was daraus wird.“

Flippi und Francia Elegancia beschließen, noch eine Weile bei Frida zu bleiben und zu üben.

Flippi übt das Beobachten.

Francia Elegancia übt, nicht alles zu planen.

Und Frida übt sich darin, die beiden nicht allzu schnell wieder nach Hause zu schicken.

Pippi hingegen genießt ihre Ruhe.

Und irgendwann treffen sich alle wieder.


Moral von der Geschichte:

Es kommt immer anders, als man denkt.

Und manchmal ist das vielleicht sogar ganz gut so.



Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken,Geschichten und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

3 Kommentare:

  1. Ideen hast du . Die Geschichte war sehr interessant zu lesen.

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  2. Gefällt mir wie du das beschreibst, dieses bestimmen, jeder zerrt und will machen in einenund zum guten Schluss gibt es eine gemeinsame Lösung!!
    Lieben Gruss Elke

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Schön,das ihr mich besucht habt.Ich freue mich über nette Worte,Neider und Nörgler bitte schweigen.