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Montag, 20. Juli 2026

Die 3 Deckel


 

Eine spontane Idee

Rosa und Blaumann erleben einen besonderen Sonntag und werden überrascht.

Es ist Sonntagvormittag und die 3 Deckel hängen ganz entspannt an der Garderobe.

Pippi schleicht etwas müde und lustlos umher.

„Nanu, was ist denn mit Pippi los? Heute so ruhig? Keine Action?“, wundert sich Frau von Stroh.

„Abwarten, einfach abwarten“, entgegnet Blaumann weise.

Plötzlich ertönen Stimmen aus dem Wohnzimmer.

„Was machen wir heute? Hast du irgendwelche Pläne?“, fragt Balu.

„Ach, ich weiß nicht. Ich habe zu nichts Lust, bin einfach müde. Ja, ja, ich weiß, ich sollte mich bewegen“, antwortet Pippi.

Nach fünf Minuten Ruhe fängt Pippi auf einmal wieder an zu sprechen.

„Weißt du, Balu, ich hatte gerade eine verrückte Idee. Wir könnten doch einfach zum Bahnhof gehen und spontan gucken, welcher Zug fährt. Das ist unser Ziel.“

„Die Idee ist gut. Ich hatte auch schon an einen Ausflug gedacht“, erwidert Balu.

Die 3 Deckel gucken erstaunt aus der Krempe.

Wer wohl mit auf Reisen geht?

Nach etwas geschäftigem Treiben geht es los.

Pippi schnappt sich Rosa, Balu nimmt Blaumann und dann geht es auf zum Bahnhof.

„Ich wusste es“, murmelt Blaumann vor sich hin.

Rosa ist ganz aufgeregt und Frau von Stroh froh über einen ruhigen Tag.

Am Bahnhof angekommen, wird die Anzeigetafel studiert und dann geht es hinein in den nächsten Zug.

„Na, jetzt sind wir gespannt, wo wir landen werden“, murmeln Rosa und Blaumann.

Nach knapp einer Stunde ist das Ziel erreicht: Göttingen.

Es soll in den Botanischen Garten gehen.

Zügig marschieren Pippi und Balu los.

„Wo müssen wir lang, Pippi?“, fragt Balu.

„Hmm, ich weiß wieder nicht, ob es links oder rechts herum zum Botanischen Garten geht. Egal, wir gehen rechts herum“, antwortet Pippi entschlossen.

„Oh, oh, das geht ja schon gut los“, flüstert Blaumann ahnungsvoll.

Rosa kichert.

„Ja, ja, woher kennen wir das?“

Eine Weile spazieren die beiden über den begrünten Stadtwall.

„Du, Balu, ich glaube, wir hätten doch links herum gehen sollen. Egal, alle Wege führen nach Rom“, gibt sich Pippi optimistisch.

Balu guckt sie etwas besorgt an.

„Na ja, hoffentlich verkraften das deine Knie und dein Fuß.“

Pippi wedelt abwehrend mit ihrem Stock.

„Papperlapapp. Wird schon gut gehen. Nur die Harten kommen in Garten.“

Rosa und Blaumann nicken sich schmunzelnd mit den Krempen zu.

Irgendwann kommt die Truppe im Botanischen Garten an.

Rosa und Blaumann schauen sich staunend um.

Welche Pracht! Überall blüht und grünt es.

Pippi und Balu machen eine kleine Verschnaufpause auf einer lauschigen Bank.

Nach einem kleinen Rundgang durch den restlichen Garten wird der Rückweg angetreten.

Natürlich wieder über den restlichen Stadtwall.

Dieser Weg ist jetzt nicht wesentlich kürzer.

Und so wurde aus „Wir besuchen den Botanischen Garten“ zusätzlich eine komplette Umrundung des Stadtwalls.

„Ich habe es geahnt“, meint Blaumann zu Rosa.

Rosa hebt lapidar die Krempe.

„Ich auch. Doch das ist typisch Pippi.“

Blaumann nickt wissend mit der Krempe.

„Na ja, morgen wird sie dann wieder jammern, dass ihre armen Hufe wehtun und dick sind.“

Rosa lächelt.

„Klar, wie Kloßbrühe. Auch das ist typisch Pippi und gehört dazu. Trotzdem war die Idee mega und der Ausflug hat richtig Spaß gemacht.“

Am Bahnhof angekommen, geht es wieder zurück nach Hause.

Müde, aber glücklich und zufrieden erreichen alle vier ihre Wohnung.

Rosa und Blaumann haben Frau von Stroh viel zu erzählen.

Pippi und Balu genießen den restlichen Sonntag und Pippi tüftelt schon an der nächsten Idee.

Moral von der Geschichte

Oft passieren die besten Dinge, wenn man nichts plant und einfach mal macht.



Einblicke in unseren spontanen Ausflug 


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken,Geschichten und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Mittwoch, 1. Juli 2026

Die 3 Deckel

 





Frau von Stroh erlebt eine Überraschung

Ein heißer Sonntagnachmittag im Juni bei Pippi und Balu.

Pippi schleicht wie eine Blindschleiche von einer Ecke in die andere. Schließlich lässt sie sich mit einem tiefen Seufzer in ihren Balkonstuhl sinken. Theatralisch fächert sie sich Luft zu.
„Unerträglich, diese Hitze. Ich habe zu nichts Lust – zu rein gar nichts. Ich begebe mich für den Rest des Tages in den Energiesparmodus.“

Balu nickt schmunzelnd.
„Mach das, liebe Pippi. Mach das.“

Pippi nimmt ihr Handy und scrollt lustlos durch ihre Fotos.
Plötzlich ertönt ein lauter Aufschrei.
„Das gibt es doch nicht! Ich werde verrückt!“
Aufgeregt wedelt sie mit dem Handy.

Balu hebt unwirsch den Kopf von seinem Buch.
„Mensch Pippi, was schreist du denn so los?“

Pippi hält ihm begeistert das Handy vor die Nase.
„Guck mal! Da ist ja Frau von Stroh! Das war 2015, auf dem Hessentag mit meinem Großen. Solange habe ich Frau von Stroh schon.“

Balu schüttelt amüsiert den Kopf.
„Das ist doch schön. Doch deswegen machst du so einen Aufstand? Ich dachte schon, Wunder was passiert wäre. Hast du noch was oder kann ich weiterlesen?“

Leicht pikiert nimmt Pippi ihr Handy zurück und betrachtet das Foto eingehend.

Auf einmal springt sie hoch, quetscht sich an Balu vorbei und verschwindet in ihrem Zimmer.

„Aha … Energiesparmodus. So viel dazu“, brummelt Balu vor sich hin.

Die drei „Deckel“ beobachten das Ganze interessiert von der Garderobe aus.

„Jetzt wird es spannend“, flüstert Rosa Frau von Stroh zu.

Richtig vermutet.

Nachdem Pippi eine Weile in ihrem Zimmer herumgerumpelt hat, kommt sie freudestrahlend heraus. 

Triumphierend schwenkt sie etwas in der Hand.
Frau von Stroh wird blass und blinzelt unter ihrer Krempe hervor.
„Nein, das glaube ich nicht“, murmelt sie.

Zack, hängt Madame Coloré unter Frau von Stroh an der Garderobe.
Diese ist sichtlich gerührt.
„Madame Coloré! Wie schön, dich endlich wiederzusehen. Ich dachte schon, du wärst ausgewandert.“

Die Tasche schüttelt fröhlich ihren Henkel.
„Ach was! Ich habe nur auf den richtigen Sommer gewartet.“

Rosa und Blaumann schauen die beiden verwundert an.
„Was?! Ihr kennt euch schon seit 2015? Dann seid ihr ja ein richtiges Veteranenteam!“, rufen sie im Chor.

Beide nicken.
„2015 bin ich zu Pippi gekommen“, erzählt Madame Coloré. „Dann landete ich plötzlich in der Verbannung im Kleiderschrank. Doch ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Und nun bin ich endlich wieder da.“

Frau von Stroh nickt zustimmend.
„Tja, das gleiche Schicksal wie ich. Doch nun ist die Verbannung aufgehoben und ich hoffe auf noch viele gemeinsame Sommerabenteuer – hoffentlich mit dir, liebe Madame Coloré.“

„Bestimmt werden wir das“, entgegnet diese und schwingt vergnügt ihren Henkel.

Rosa und Blaumann strahlen.
„Herzlich willkommen im Team!“

Rosa lacht.
„Seht ihr? Ich wusste, der Nachmittag wird spannend. Von wegen Energiesparmodus!“

Blaumann nickt.
„Ja, mit Pippi wird es nie langweilig.“

Frau von Stroh lächelt zufrieden.
„Gut, dass Pippi aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und ihre alte Kreativität wiedergefunden hat“, schmunzelt Frau von Stroh.
Madame Coloré bestätigt das mit einem fröhlichen Henkelnicken.

Von diesem Tag an hingen nun Rosa, Blaumann, Frau von Stroh und Madame Coloré friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuten sich auf viele gemeinsame Sommerabenteuer.

Tja, manchmal geht man im Leben ein paar Meditationsschleifen, bis man entdeckt, dass sich der Kreis schließt.
Genau wie bei Frau von Stroh und Madame Coloré. Ihre gemeinsame Reise begann schon 2015. Damals ahnten die beiden noch nicht, dass sie eines Tages mit zwei Kappen Gespräche führen und Pippis Leser zum Schmunzeln bringen würden.


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken und Geschichten gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿


Freitag, 26. Juni 2026

Unterhaltung an der Garderobe


 



Drei "Deckel" im Gespräch

Bei Pippi zu Hause hängen an der Garderobe zwei Kappen und ein Strohhut. Sie haben sich einiges zu erzählen.

Es ist ein früher Junimorgen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Plötzlich ertönt ein leises Kichern. Es kommt von Rosa, der Kappe mit dem rosa Schirm.

„Nein, das glaube ich nicht! Was ist das denn?“, murmelt sie vor sich hin und kichert weiter.

Davon wird Blaumann, die Kappe mit dem blauen Schirm, wach.

Unwirsch brummt er: „Mensch Rosa, was machst du denn für einen Lärm am frühen Morgen?“

Rosa schaut ihn unschuldig an.

„Oh, sorry! Habe ich dich geweckt? Aber guck mal, was da neben dir hängt! So ein elegantes, buntes Strohhütchen.“

Schon kichert sie wieder.

Entnervt verdreht Blaumann den Schirm.

„Na und? Es ist halt Sommer. Da trägt man eben Strohhut.“

Inzwischen ist auch Frau von Stroh wach geworden.

„Pardon, geht es bitte etwas leiser?“, sagt sie und schaut etwas pikiert unter ihrer Krempe hervor.

Rosa schnaubt empört.

„Also nun tu mal nicht so vornehm. Wir sind hier bei Pippi, da geht es nicht so förmlich zu. Woher kommst du eigentlich? Gestern hingst du noch gar nicht hier.“

Blaumann holt tief Luft und lächelt Frau von Stroh freundlich an.

„Guten Morgen. Ich bin Blaumann und die charmante Kappe neben mir ist Rosa. Etwas unkonventionell, aber das Herz auf dem rechten Fleck.“

Rosa unterbricht ihn grummelnd.

„Ja, ja, schon gut. Genau, ich bin Rosa – etwas verrückt, spontan, aber ganz verträglich.“

Frau von Stroh nickt lächelnd.

„Ich bin Frau von Stroh und wohne eigentlich schon sehr lange hier. Nur hat man mich zu einem Leben im Stoffbeutel mit Stoffblumenkränzen verbannt. Gestern wurde ich endlich wieder hervorgeholt. Ab und zu durfte ich als Karnevalsoutfit oder beim Weltgebetstag mitkommen. Ein ziemlich ödes Dasein. Ich hoffe, meine Verbannung ist nun beendet. Gestern durfte ich sogar auf eine Ausstellung. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch viele weitere Ausflüge dazukämen. Meine Trägerin macht jedenfalls einen sehr fröhlichen Eindruck.“

Rosa und Blaumann nicken zustimmend.

Dann schaut Rosa etwas bedröppelt unter ihrem Schirm hervor.

„Du Arme. Das tut mir wirklich leid. Da habe ich es viel besser. Ich bin zusammen mit Blaumann aus Cuxhaven hierher gereist. Dort hingen wir auf einem Ständer auf einer Terrasse. Jeden Tag das Gleiche: morgens raus, abends rein. Unzählige Leute probierten uns an und gingen wieder weiter. Nur der Ausblick auf den Hafen machte das Ganze erträglich.“

Blaumann übernimmt das Erzählen.

„Eines Tages kam ein älteres Ehepaar vorbei und blieb stehen. Er flott und rüstig, sie etwas gehbehindert mit Walkingstöcken – aber ebenfalls flott und irgendwie herrlich lustig. Nach kurzem Überlegen saßen wir plötzlich auf ihren Köpfen. Und genau da begann unser neues Leben.“

Rosa strahlt.

„Schon in Cuxhaven ging es los. Meine neue Besitzerin heißt Petra, wird aber nur Pippi genannt. Sie ist ihrer Namensvetterin wirklich sehr ähnlich: quirlig, spontan, kreativ und immer für eine Überraschung gut. Langweilig wird es mit ihr nie. Allein was wir in Cuxhaven erlebt haben – darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben! Aus einem gemütlichen Schiffegucken in Altenbruch wurde plötzlich eine halbe Nordseeexpedition. Und auch hier zu Hause ist immer etwas los. Es ist bunt, lebendig, kreativ und manchmal ein bisschen chaotisch. Ich bin rundum zufrieden.“

Blaumann nickt zustimmend.

„Mein neuer Kopf ist das komplette Gegenteil von Pippi. Eher der Typ Balu der Bär – ruhig, gelassen und gemütlich. Er ist der perfekte Ausgleich zu der quirligen Pippi. Auch ich bin absolut zufrieden.“

Frau von Stroh schaut begeistert unter ihrer Krempe hervor.

„Das hört sich wunderbar an. Da habe ich ja wirklich eine Menge verpasst. Jetzt bin ich gespannt, was ich in diesem Sommer alles erleben werde.“

„Wir drücken dir die Daumen!“, antworten Rosa und Blaumann wie aus einem Mund.

Die drei „Deckel“ beschlossen noch am selben Morgen, beste Freunde für immer zu sein.

Seitdem hängen sie friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuen sich auf jeden neuen Tag bei Pippi und Balu.

Und wer morgens ganz genau hinhört, kann manchmal ein leises Kichern, ein gemütliches Brummen und ein sanftes Rascheln vernehmen. Aber pssst ... dieses Geheimnis kennen nur Pippi, Balu und die drei „Deckel“.


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