Freitag, 13. März 2026

Pippi und Frida

Pippi und Frida – lachend unterwegs im poppigen Cabriolet.


Pippi und Frida auf Reisen

Im poppigen Cabriolet

Manchmal entstehen Geschichten ganz unerwartet.
Als ich dieses Diamond Painting fertiggestellt hatte, musste ich plötzlich lächeln und hatte einen Geistesblitz.
Zwei Frauen mit silbernen Haaren, großen Brillen und einem knallbunten Cabriolet – und auf einmal war klar: 
Das sind Pippi und Frida.
Fröhlich, ein bisschen verrückt und voller Lebenslust unterwegs.

Und so entstand dieses kleine Zevenaar:

Im poppigen Cabriolet
sitzen Pippi und Frida quietschvergnügt und mopsfidel.
Die silbernen Haare wehen
flatternd im Wind.
Zwei Freundinnen lachen
dem Leben entgegen.
Im poppigen Cabriolet.

Manchmal reicht schon ein kleiner Gedanke, ein Bild oder ein sonniger Moment – und Pippi und Frida machen sich einfach auf den Weg.

Mittwoch, 11. März 2026

Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen

 


Pippi und Frida – Die Sache mit der Zeit

Ein ganz normaler Mittwochnachmittag im Café „Chez Malou“.
Doch heute ist Pippi zu spät – und plötzlich geht es um eine Frage, die viele von uns beschäftigt: Läuft uns die Zeit davon?


Mittwochnachmittag im Café „Chez Malou“.
Zeit für ein Gespräch zwischen Pippi und Frida.

Normalerweise sitzt Pippi als Erste an dem kleinen Tisch am Fenster. Doch heute ist Frida die Erste. Sie beobachtet die vorbeihastenden Menschen und hält Ausschau nach Pippi.

„Nanu“, denkt sie. „Wo bleibt Pippi heute?“

Da sieht sie Pippi schnellen Schrittes heraneilen. Wenige Augenblicke später lasse ich mich schwer atmend auf den Stuhl sinken.

„Die Zeit, die Zeit!“, japse ich.

Frida hebt eine Augenbraue und sieht mich fragend an.
Bevor ich antworten kann, stellt Maurice, der junge, nette Kellner, unsere übliche Bestellung auf den Tisch: Kaffee und Éclair mit Pistaziencreme.

Ich trinke einen großen Schluck Kaffee und lege los:

„Frida, mir ist die Zeit davongelaufen. Das geht mir heute schon den ganzen Tag so. Ich glaube, jemand hat die Uhr manipuliert. Überhaupt habe ich das Gefühl, die Zeit vergeht immer schneller. Was meinst du?“

Beide schweigen erst einmal und widmen sich ihrem Kaffee und dem Éclair.

Dann lächelt Frida und antwortet:
„Ach Pippi, vielleicht rennt dir die Zeit gar nicht davon. Ich glaube, das Erdmännchen war heute mal wieder zu Besuch. Du wolltest überall und nirgends sein.“

Ich rühre nachdenklich in meinem Kaffee.

„Na ja, vielleicht auch ein bisschen“, erwidere ich schmunzelnd.
„Doch schau mal, Frida: Je älter ich werde, umso weniger Zeit bleibt mir. Und ich werde immer langsamer. Früher bin ich morgens aufgestanden und zack – ging’s los. Frühstück machen, die drei Männer wecken, Brotdosen packen und, und, und.

Heute… heute brauche ich allein eine Ewigkeit, bis ich eine einzige Sache erledigt habe.“

Frida hebt wieder ihre Augenbraue.

„Pippi, Pippi, du wieder. Das ist doch das Gute am Älterwerden. Wir haben jetzt Zeit. Uns hetzt niemand mehr. Also ich habe manchmal mehr Zeit, als mir lieb ist.“

Beide hängen einen Moment ihren Gedanken nach.

Plötzlich muss ich lächeln.

„Mensch Frida, du bist die Beste. Hast es wieder auf den Punkt gebracht. Früher habe ich gejammert, wie voll mein Terminkalender war und wie wenig Zeit ich hatte. Jetzt jammere ich, dass mir die Zeit davonläuft, weil ich mich immer noch nicht so richtig mit dem Älterwerden angefreundet habe.“

Frida lächelt ebenfalls.

„Ja Pippi, das bist du. Und weißt du was? Ab sofort behandeln wir die Zeit wie ein kostbares Luxusgut. Wir genießen jede einzelne Sekunde.

Um es mit Seneca zu sagen:
Wir haben nicht zu wenig Zeit – wir vergeuden zu viel.“

Ich nicke zustimmend.
Frida hebt ihre Kaffeetasse und nickt ebenfalls.

Ich lehne mich zurück.

Draußen eilt ein Mann vorbei. Eine Aktentasche in der Hand, das Handy am Ohr.

In mir drinnen verspüre ich eine tiefe Dankbarkeit.

Ja, da ist wirklich eine schöne Seite des Älterwerdens:
Zeit zu haben.

Zeit für die Zwischenräume des Lebens.

Bis nächste Woche im Café „Chez Malou“.
Vielleicht treffen wir uns dort und ihr nehmt Platz an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.


Sonntag, 8. März 2026

Zum Internationalen Frauentag

 

Internationaler Frauentag

Frauen tragen so vieles – sichtbar und unsichtbar.
Sie organisieren, planen, kümmern sich, halten Familien, Freundschaften und oft ganze Lebenswelten zusammen.

Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie viel Frauen weltweit leisten – und dass Gleichberechtigung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

Mein kleines Elfchen ist eine Hommage an all die stillen Heldinnen des Alltags.

Frauen
Seit Generationen 
Gehen ihren Weg 
Mut Geduld Kraft Würde
Bewundernswert 

Für alle Frauen, die jeden Tag soviel tragen. 🌸

Samstag, 7. März 2026

Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen


 Pippi und Frida

Manche Begegnungen im Leben werden zu kleinen Ritualen.Zu festen Momenten in der Woche, die einem vertraut sind – wie eine gute Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen im Lieblingscafé.

Nach dem letzten Beitrag habe ich beschlossen:
Die beiden Frauen werdet ihr jetzt jede Woche treffen.
Sie haben noch so viel zu erzählen.
Doch wer sind diese beiden eigentlich –
die da zusammen im Café „Chez Malou“ sitzen und über das Leben nachdenken?

Da ist Pippi – das bin ich.
Mitte sechzig, mit ergrautem Haar und ein paar treuen Zipperlein, die sich im Laufe der Jahre dazugesellt haben.
Mein Vorbild ist meine Namensvetterin aus Schweden.
So mutig wie sie bin ich allerdings nicht immer.
Aber ich gehe mit wachen Augen durchs Leben,
bin neugierig geblieben und habe einen feinen, leisen Humor.
Früher habe ich den Familienalltag gemanagt:
organisiert, geplant, aufgepasst.
Dieses „Erdmännchen-Gefühl“ habe ich manchmal heute noch –
immer wachsam, immer ein bisschen auf der Hut.
Doch ich bin ruhiger geworden.
Ich beobachte viel, denke viel nach –
und entdecke immer wieder die kleinen Zwischenräume des Lebens.

Und Frida?
Frida ist meine beste Freundin.
Sie ist die ruhigere von uns beiden,
mit ihrer sanften Art und einem klaren Blick auf die Welt.
Oft bringt sie mich mit einem einzigen Satz wieder ins Gleichgewicht,
wenn ich mich in meinen Gedanken verliere.
Frida lacht gern – meist leise.
Manchmal hebt sie nur eine Augenbraue und ich weiß sofort, was sie meint.
Ihr Lebensmotto lautet:
„Nimm das Leben nicht zu ernst.“

Das Café „Chez Malou“ ist unsere kleine Schaltzentrale.
Bei Kaffee und Kuchen beobachten wir die Menschen draußen,
wie sie an unserem Fenster vorbeihasten.
So entstehen unsere Gespräche –
über früher, über heute
und über all die Dinge dazwischen.
Wir würden uns freuen,
wenn ihr uns ab und zu an unserem Tisch begleitet.
Vielleicht erkennt ihr euch ja in dem einen oder anderen Gedanken wieder.

Vorschau
Nächste Woche sitzen Pippi und Frida wieder im „Chez Malou“.
Und diesmal geht es um die Sache mit der Zeit.
Bis nächste Woche im Café „Chez Malou“.

Vielleicht ist ja noch ein Stuhl frei an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.

Donnerstag, 5. März 2026

Gespräche bei Kaffee und Kuchen

Mittwoch im Café 

Zwischen Zipperlein und Zuversicht 

Es ist Mittwochnachmittag und ich sitze mit Frida, meiner besten Freundin, in unserem Lieblingscafé „Chez Malou“.

Vor uns eine große Tasse Kaffee und ein traumhaft leckeres Éclair mit Pistaziencreme.

Plötzlich ertönt lautes Geheule vom Nachbartisch. Eine junge Mutter versucht verzweifelt, ihre zwei wilden kleinen Jungs zu bändigen. Ein Glas Apfelsaft fällt polternd zu Boden und die arme Mama wird immer nervöser.

Frida und ich schauen uns wortlos an.

Wir denken beide das Gleiche.

„Weißt du noch, Pippi?“, sagt Frida schließlich. „Uns ging es ähnlich, als wir in ihrem Alter waren.“

Immer diese Hektik. Immer diese Verantwortung. Immer gebraucht werden. Tag für Tag, Woche für Woche – und das über Jahre.

„Ja“, seufze ich. „Weißt du, Frida, ich kam mir damals oft vor wie ein Erdmännchen in seinem Bau. Immer aufrecht, immer nach möglichen Gefahren Ausschau haltend.“

Frida lacht leise und nickt.

„Genau so war es.“

„Und heute?“ frage ich und nehme einen Schluck Kaffee.

Frida hebt eine Augenbraue. „Heute plagen uns andere Baustellen.“

Abwechselnd zählen wir auf: Hörgerät, neues Knie, neue Hüfte, Brille, Rollator … und noch einiges mehr.

„Hören wir lieber auf“, sagen wir schließlich beide fast gleichzeitig, „sonst kriegen wir noch schlechte Laune.“

Eine Weile sitzen wir schweigend da und lassen unsere Gedanken treiben.

Dann sagt Frida plötzlich:

„Weißt du, im Prinzip geht es uns doch gut. Wir haben endlich Zeit für uns. Keine Vergleiche mehr. Weniger Erwartungen. Und den Mut, Dinge einfach für uns zu tun.“

Ich nicke langsam.

Und doch denke ich manchmal, dass Älterwerden weniger Leben bedeutet.

Frida lächelt.

Ich sehe sie fragend an. „Bist du anderer Meinung?“

Sie lächelt wieder, ganz ruhig.

„Ich glaube, es ist einfach ein anderes Leben. Wir können immer noch vieles machen – nur eben langsamer.“

Wir sitzen noch eine Weile da und beobachten die Menschen draußen auf der Straße.

Am Nebentisch ist es inzwischen ruhiger geworden.

Die junge Mutter zieht ihrem kleineren Sohn die Jacke an, während der Große geduldig danebensteht.

Ich lächle.

Früher war das einmal unser Leben.

„Weißt du, Frida“, sage ich schließlich, „vielleicht sind wir einfach im besten Zwischenraum unseres Lebens angekommen.“

Frida hebt ihre Kaffeetasse und nickt.

Draußen gehen die drei Hand in Hand über den Bürgersteig.

Ich lehne mich zurück und spüre eine leise Zufriedenheit.

Denn das Glück liegt nicht im Außen.

Es liegt tief in uns selbst.

 


Mittwoch, 4. März 2026

Silberne Gedanken



Ein Gedanke für die Nacht 


Ein Atemzug im Mondlicht


Es ist Vollmond. Rund und Prall steht er leuchtend am Himmel.

Sein heller Schein wirft bizarre Schatten in mein dunkeles Zimmer. Ich stehe am offenen Fenster und spüre die kühle,würzige Nachtluft auf meiner Haut.Nachtschwarze Stille hüllt mich ein.Die meisten Menschen schlafen schon,doch meine Gedanken wandern umher.Sie sind klarer,tiefer und weniger laut als am Tag. 

Es ist ein besonderer Moment: der heutige Tag ist gelebt,das Gestern Geschichte und das Morgen noch in weiter Ferne. 

Ich bewundere staunend das Silber auf den Dächern und die funkelnden Sterne am Firmament. In diesem Augenblick bin ich ganz bei mir und eins mit der Nacht. Tiefer Frieden umgibt mich.Ich atme durch, lasse los und nehme die Stille mit ins Bett.

Und der Vollmond lächelt mir zu und flüstert leise : "Angenehme Nachtruhe "

Erdmännchen


Aus seinem geschützten Bau

Schaut neugierig ein Erdmännchen. 

Dunkle Augen scannen die Weite.

Es will hinaus.

Doch es bleibt -

Aufrecht -

Im geschützten Bau.