Zwischenräume
Zwischen Worten, Farben und Gedanken entsteht Raum für Geschichten
Samstag, 18. Juli 2026
Zitat im Bild
Donnerstag, 16. Juli 2026
Fremdbestimmt
Wenn aus bewusster Ernährung plötzlich eine eigene Pyramide wird.
Aus gesundheitlichen Gründen nehme ich im Moment am Oviva-Programm teil.
Nach jahrelanger Abnehmodysee sollte diesmal alles besser werden.
SOLLTE!
Und wer ist prompt wieder da?
Mein alter Bekannter: der Perfektionismus.
Es geht schon morgens beim Frühstück los.
Vor lauter Überlegung, das Richtige zu essen, vergesse ich fast zu frühstücken.
Mein lieber Mann meinte ganz trocken:
„Meine Güte, das Essen bestimmt dein ganzes Denken. Du hast fast schon eine eigene Pyramide. Sei doch nicht so perfektionistisch.“
Ich musste lachen.
Und gleichzeitig dachte ich:
Zack. Erwischt.
Er hat ja recht.
Aus dem Ziel, bewusster zu essen, wird bei mir das Ziel, alles richtig zu machen.
Dabei soll ich bei Oviva lernen, einen guten Weg zu finden.
Nicht den perfekten.
Essen darf ein Teil meines Lebens sein.
Ein wichtiger, ja.
Aber nicht die ganze Pyramide.
Wie war das noch?
„Alles in Maßen, nicht in Massen.“
Und auch beim Essen darf ich meine Kreativität ausleben.
Deswegen gab es zum Kaffee:
Schwarzwälder Kirsch im Glas – ohne Boden.
Bodenlos. Aber glücklich. 🍒🍫🥄
À la Pippi natürlich. 😂
Montag, 13. Juli 2026
Brief an Frida
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| "Pippis Schreibtisch. Manchmal entstehen hier Briefe. Manchmal Antworten" |
Während Frida noch im Strandkorb an der Nordsee die Meeresluft genießt, ist Pippi längst wieder zu Hause angekommen. Doch statt voller Elan in den Alltag zu starten, ist sie im Moment eher eine kleine Schnappschildkröte. Warum? Das verrät sie Frida in einem Brief.
Hallo liebe Frida,
da du ja immer noch im Strandkorb am Meer chillst und wir uns deshalb nicht im "Chez Malou" treffen können, schicke ich dir einfach ein paar Zeilen.
Doch Vorsicht! ⚠️
Ich bin im Moment eine kleine Schnappschildkröte.
Ich mag den Sommer gerade nicht. Alles ist so extrem. Entweder heiß und schwül oder kühl, wolkig und regnerisch.
Dann wird bei uns im Haus auch noch die Heizung erneuert. Einerseits ist das natürlich gut. Andererseits bedeuten die Arbeiten jede Menge Lärm und Dreck. Außerdem müssen die Handwerker in unsere Wohnung, um die Heizkörper an die neuen Steigleitungen anzuschließen.
Dafür sollen wir Möbel ausräumen, umstellen und von den Wänden abrücken.
Nur wann?
Keine Ahnung!
Erst einen Tag vorher bekommen wir Bescheid. Stell dir das einmal vor, liebe Frida!
Furchtbar. Einfach nur furchtbar.
Doch weißt du, was mich im Moment am allermeisten nervt?
Ich grüble über meinen Blog und die Schreiberei.
Von der tollen Ausstellung, bei der meine literarischen Arbeiten zum ersten Mal öffentlich gezeigt wurden, hatte ich dir ja erzählt.
Seitdem mache ich mir selbst Druck und meine, ständig etwas Besonderes aus der Feder zaubern zu müssen.
Unsere Gespräche haben Sommerpause. Kurzfristig sind zwar die drei Deckel eingesprungen, doch ich glaube, die machen inzwischen auch Urlaub.
Ab und zu gibt es ein kleines Haiku oder ein Elfchen. Die Zitate im Bild habe ich ebenfalls wieder aktiviert.
Doch wie geht es weiter?
Gestern habe ich verschiedene neue Ideen ausprobiert. Aber nichts fühlte sich so richtig nach mir an.
Na ja, vielleicht gönne ich mir einfach ebenfalls eine Sommerpause und genieße das Leben.
Im Moment male ich wieder und fotografiere sehr viel.
Ach ja, seit Kurzem gestalte ich auch meine Morgen- und Abendgrüße selbst – mit Hilfe einer tollen App.
Wie du siehst – oder besser gesagt liest –, so ganz ohne Kreativität geht es bei mir wohl doch nicht.
Ja, ja, ich höre dich schon im Strandkorb murmeln:
"Pippi, Pippi ... das Erdmännchen fährt mal wieder Achterbahn."
Und weißt du was?
Du hast recht.
Danke, dass ich dir das alles schreiben durfte.
Jetzt sehe ich schon viel klarer.
In diesem Sinne wünsche ich dir noch eine wunderschöne und erholsame Zeit am Meer.
Grüße mir die Wellen, den Wind und den Strandkorb.
Alles Liebe
Deine Pippi
Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken und Geschichten gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿
Sonntag, 12. Juli 2026
Zitat im Bild
Ich
Manchmal entstehen die schönsten Bilder nicht nur mit Farben, sondern auch mit Worten. Heute durfte beides zusammenfinden.
Sonntag, 5. Juli 2026
Sonntag am Lac
Mittwoch, 1. Juli 2026
Die 3 Deckel
Ein heißer Sonntagnachmittag im Juni bei Pippi und Balu.
Pippi schleicht wie eine Blindschleiche von einer Ecke in die andere. Schließlich lässt sie sich mit einem tiefen Seufzer in ihren Balkonstuhl sinken. Theatralisch fächert sie sich Luft zu.
„Unerträglich, diese Hitze. Ich habe zu nichts Lust – zu rein gar nichts. Ich begebe mich für den Rest des Tages in den Energiesparmodus.“
Balu nickt schmunzelnd.
„Mach das, liebe Pippi. Mach das.“
Pippi nimmt ihr Handy und scrollt lustlos durch ihre Fotos.
Plötzlich ertönt ein lauter Aufschrei.
„Das gibt es doch nicht! Ich werde verrückt!“
Aufgeregt wedelt sie mit dem Handy.
Balu hebt unwirsch den Kopf von seinem Buch.
„Mensch Pippi, was schreist du denn so los?“
Pippi hält ihm begeistert das Handy vor die Nase.
„Guck mal! Da ist ja Frau von Stroh! Das war 2015, auf dem Hessentag mit meinem Großen. Solange habe ich Frau von Stroh schon.“
Balu schüttelt amüsiert den Kopf.
„Das ist doch schön. Doch deswegen machst du so einen Aufstand? Ich dachte schon, Wunder was passiert wäre. Hast du noch was oder kann ich weiterlesen?“
Leicht pikiert nimmt Pippi ihr Handy zurück und betrachtet das Foto eingehend.
Auf einmal springt sie hoch, quetscht sich an Balu vorbei und verschwindet in ihrem Zimmer.
„Aha … Energiesparmodus. So viel dazu“, brummelt Balu vor sich hin.
Die drei „Deckel“ beobachten das Ganze interessiert von der Garderobe aus.
„Jetzt wird es spannend“, flüstert Rosa Frau von Stroh zu.
Richtig vermutet.
Nachdem Pippi eine Weile in ihrem Zimmer herumgerumpelt hat, kommt sie freudestrahlend heraus.
Triumphierend schwenkt sie etwas in der Hand.
Frau von Stroh wird blass und blinzelt unter ihrer Krempe hervor.
„Nein, das glaube ich nicht“, murmelt sie.
Zack, hängt Madame Coloré unter Frau von Stroh an der Garderobe.
Diese ist sichtlich gerührt.
„Madame Coloré! Wie schön, dich endlich wiederzusehen. Ich dachte schon, du wärst ausgewandert.“
Die Tasche schüttelt fröhlich ihren Henkel.
„Ach was! Ich habe nur auf den richtigen Sommer gewartet.“
Rosa und Blaumann schauen die beiden verwundert an.
„Was?! Ihr kennt euch schon seit 2015? Dann seid ihr ja ein richtiges Veteranenteam!“, rufen sie im Chor.
Beide nicken.
„2015 bin ich zu Pippi gekommen“, erzählt Madame Coloré. „Dann landete ich plötzlich in der Verbannung im Kleiderschrank. Doch ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Und nun bin ich endlich wieder da.“
Frau von Stroh nickt zustimmend.
„Tja, das gleiche Schicksal wie ich. Doch nun ist die Verbannung aufgehoben und ich hoffe auf noch viele gemeinsame Sommerabenteuer – hoffentlich mit dir, liebe Madame Coloré.“
„Bestimmt werden wir das“, entgegnet diese und schwingt vergnügt ihren Henkel.
Rosa und Blaumann strahlen.
„Herzlich willkommen im Team!“
Rosa lacht.
„Seht ihr? Ich wusste, der Nachmittag wird spannend. Von wegen Energiesparmodus!“
Blaumann nickt.
„Ja, mit Pippi wird es nie langweilig.“
Frau von Stroh lächelt zufrieden.
„Gut, dass Pippi aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und ihre alte Kreativität wiedergefunden hat“, schmunzelt Frau von Stroh.
Madame Coloré bestätigt das mit einem fröhlichen Henkelnicken.
Von diesem Tag an hingen nun Rosa, Blaumann, Frau von Stroh und Madame Coloré friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuten sich auf viele gemeinsame Sommerabenteuer.
Tja, manchmal geht man im Leben ein paar Meditationsschleifen, bis man entdeckt, dass sich der Kreis schließt.
Genau wie bei Frau von Stroh und Madame Coloré. Ihre gemeinsame Reise begann schon 2015. Damals ahnten die beiden noch nicht, dass sie eines Tages mit zwei Kappen Gespräche führen und Pippis Leser zum Schmunzeln bringen würden.
Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken und Geschichten gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿
Sonntag, 28. Juni 2026
Zitat im Bild
Ein kleines „Zitat im Bild“ – einfach so.
Manche Ideen begleiten uns viele Jahre. Dieses Format hat mich früher schon begeistert. Jetzt bekommt es auf Zwischenräume einen neuen Platz.
Ich wünsche euch einen Sonntag mit Zeit zum Sein.
Freitag, 26. Juni 2026
Unterhaltung an der Garderobe
Drei "Deckel" im Gespräch
Bei Pippi zu Hause hängen an der Garderobe zwei Kappen und ein Strohhut. Sie haben sich einiges zu erzählen.
Es ist ein früher Junimorgen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Plötzlich ertönt ein leises Kichern. Es kommt von Rosa, der Kappe mit dem rosa Schirm.
„Nein, das glaube ich nicht! Was ist das denn?“, murmelt sie vor sich hin und kichert weiter.
Davon wird Blaumann, die Kappe mit dem blauen Schirm, wach.
Unwirsch brummt er: „Mensch Rosa, was machst du denn für einen Lärm am frühen Morgen?“
Rosa schaut ihn unschuldig an.
„Oh, sorry! Habe ich dich geweckt? Aber guck mal, was da neben dir hängt! So ein elegantes, buntes Strohhütchen.“
Schon kichert sie wieder.
Entnervt verdreht Blaumann den Schirm.
„Na und? Es ist halt Sommer. Da trägt man eben Strohhut.“
Inzwischen ist auch Frau von Stroh wach geworden.
„Pardon, geht es bitte etwas leiser?“, sagt sie und schaut etwas pikiert unter ihrer Krempe hervor.
Rosa schnaubt empört.
„Also nun tu mal nicht so vornehm. Wir sind hier bei Pippi, da geht es nicht so förmlich zu. Woher kommst du eigentlich? Gestern hingst du noch gar nicht hier.“
Blaumann holt tief Luft und lächelt Frau von Stroh freundlich an.
„Guten Morgen. Ich bin Blaumann und die charmante Kappe neben mir ist Rosa. Etwas unkonventionell, aber das Herz auf dem rechten Fleck.“
Rosa unterbricht ihn grummelnd.
„Ja, ja, schon gut. Genau, ich bin Rosa – etwas verrückt, spontan, aber ganz verträglich.“
Frau von Stroh nickt lächelnd.
„Ich bin Frau von Stroh und wohne eigentlich schon sehr lange hier. Nur hat man mich zu einem Leben im Stoffbeutel mit Stoffblumenkränzen verbannt. Gestern wurde ich endlich wieder hervorgeholt. Ab und zu durfte ich als Karnevalsoutfit oder beim Weltgebetstag mitkommen. Ein ziemlich ödes Dasein. Ich hoffe, meine Verbannung ist nun beendet. Gestern durfte ich sogar auf eine Ausstellung. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch viele weitere Ausflüge dazukämen. Meine Trägerin macht jedenfalls einen sehr fröhlichen Eindruck.“
Rosa und Blaumann nicken zustimmend.
Dann schaut Rosa etwas bedröppelt unter ihrem Schirm hervor.
„Du Arme. Das tut mir wirklich leid. Da habe ich es viel besser. Ich bin zusammen mit Blaumann aus Cuxhaven hierher gereist. Dort hingen wir auf einem Ständer auf einer Terrasse. Jeden Tag das Gleiche: morgens raus, abends rein. Unzählige Leute probierten uns an und gingen wieder weiter. Nur der Ausblick auf den Hafen machte das Ganze erträglich.“
Blaumann übernimmt das Erzählen.
„Eines Tages kam ein älteres Ehepaar vorbei und blieb stehen. Er flott und rüstig, sie etwas gehbehindert mit Walkingstöcken – aber ebenfalls flott und irgendwie herrlich lustig. Nach kurzem Überlegen saßen wir plötzlich auf ihren Köpfen. Und genau da begann unser neues Leben.“
Rosa strahlt.
„Schon in Cuxhaven ging es los. Meine neue Besitzerin heißt Petra, wird aber nur Pippi genannt. Sie ist ihrer Namensvetterin wirklich sehr ähnlich: quirlig, spontan, kreativ und immer für eine Überraschung gut. Langweilig wird es mit ihr nie. Allein was wir in Cuxhaven erlebt haben – darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben! Aus einem gemütlichen Schiffegucken in Altenbruch wurde plötzlich eine halbe Nordseeexpedition. Und auch hier zu Hause ist immer etwas los. Es ist bunt, lebendig, kreativ und manchmal ein bisschen chaotisch. Ich bin rundum zufrieden.“
Blaumann nickt zustimmend.
„Mein neuer Kopf ist das komplette Gegenteil von Pippi. Eher der Typ Balu der Bär – ruhig, gelassen und gemütlich. Er ist der perfekte Ausgleich zu der quirligen Pippi. Auch ich bin absolut zufrieden.“
Frau von Stroh schaut begeistert unter ihrer Krempe hervor.
„Das hört sich wunderbar an. Da habe ich ja wirklich eine Menge verpasst. Jetzt bin ich gespannt, was ich in diesem Sommer alles erleben werde.“
„Wir drücken dir die Daumen!“, antworten Rosa und Blaumann wie aus einem Mund.
Die drei „Deckel“ beschlossen noch am selben Morgen, beste Freunde für immer zu sein.
Seitdem hängen sie friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuen sich auf jeden neuen Tag bei Pippi und Balu.
Und wer morgens ganz genau hinhört, kann manchmal ein leises Kichern, ein gemütliches Brummen und ein sanftes Rascheln vernehmen. Aber pssst ... dieses Geheimnis kennen nur Pippi, Balu und die drei „Deckel“.
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Donnerstag, 25. Juni 2026
Mittwoch, 24. Juni 2026
Herzensmomente
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| Manche Souvenirs sind klein. Die Erinnerungen dahinter sind es nicht. 🌿 |
Sonntag, 21. Juni 2026
Das Wort geht auf Reisen
Ein Kreis schließt sich
Mit einem Bild fing alles an. Damals malte ich einen Superhund. Aus diesem Bild entstanden Geschichten und Gedanken. Das Bild selbst ist im Laufe der Jahre verschwunden, aber die Freude am Erzählen ist geblieben.
Heute ist aus meinen Geschichten wieder ein Bild entstanden.
Und das kam so.
Gestern Nachmittag geschah etwas Schönes. Während ich von meinen Geschichten erzählte, nahm eine Mit-Ausstellerin Stifte zur Hand und begann zu zeichnen. Farben, Blumen und Worte fanden ihren Weg aufs Papier. Als sie fertig war, lächelte sie und sagte: „Das Bunte passt zu Ihnen.“
Vielleicht hat sie recht. Denn Worte gehen auf Reisen. Und manchmal kehren sie als Begegnung, als Bild oder als Erinnerung zu uns zurück.
Und zuhause hat das Bild seinen Platz gefunden.
„Das Wort geht auf Reisen“ – und findet seinen Platz zuhause an meiner Pinnwand. ❤️
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