Follower

Mittwoch, 16. September 2026

Brief an Frida

 


Brief an Frida

Ein Nachmittag im September.

Pippi sitzt im „Chez Maurice“. Vor ihr auf dem Tisch stehen ein Latte Macchiato und ein Éclair mit Pistaziencreme. Daneben liegt ein Bogen Briefpapier.

Was gibt das denn?

Schauen wir mal.

Pippi sitzt an dem kleinen Holztisch und schaut nachdenklich aus dem Fenster. Sie trinkt einen Schluck Kaffee und nimmt einen Bissen von ihrem Éclair.

Dann seufzt sie verzweifelt.

Maurice, der gerade vorbeikommt, bleibt kurz stehen.

„Nanu, Pippi, so nachdenklich? Was ist los?“

Pippi blickt auf.

„Ach, weißt du, Maurice, ich wollte eigentlich Frida einen Brief schreiben. Doch mich überwältigen gerade die Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit hier.“

Maurice nickt.

„Kann ich mir gut vorstellen. Doch fang einfach an und schreib auf, was dir durch den Kopf geht.“

Maurice geht weiter.

Pippi trinkt noch einen Schluck Kaffee, atmet tief durch und fängt an zu schreiben.


Ma chère Frida,

weißt du, wo ich gerade sitze?

Im „Chez Maurice“!

Ja, richtig gelesen: im „Chez Maurice“.

Maurice führt jetzt das Café, zusammen mit seiner Freundin, einer fantastischen Konditorin.

Madame Malou ist gestürzt, hat sich die Hüfte gebrochen und daraufhin beschlossen, in den verdienten Ruhestand zu gehen.

Tja, und das Café hat eine neue Inneneinrichtung bekommen. Ziemlich modern.

Als ich nach langer Zeit mal wieder hier war und die Tür geöffnet habe, dachte ich: Mich tritt ein Pferd!

Ich war total geschockt.

Man, man, ich sage dir: Erst entscheidest du dich, ans Meer zu gehen, dann geht Madame Malou in den Ruhestand und jetzt wird auch noch das Café auf links gezogen.

Bisschen viel für so ein altes Haus wie mich.

Doch nein, das war ja noch nicht alles.

Bei uns zu Hause wurde endlich die Heizung erneuert. Die alten Heizkörper raus, neue rein. Ebenso die Leitungen. Im Treppenhaus wurden die Steigleitungen erneuert.

Das war beziehungsweise ist ein Lärm und ein Schmutz!

Zur Krönung mussten wir noch Möbel verrücken und Schränke ausräumen.

Ich muss sagen, ich war schon ein bisschen neidisch auf dich.

Ich dachte so bei mir: Na toll, du hast hier das totale Chaos und Frida chillt gemütlich im Strandkorb.

Obwohl … Strandkorb ist ja jetzt auch nicht mehr.

Der Herbst ist ins Land beziehungsweise ans Meer gezogen.

Ja, so schnell vergeht die Zeit.

Nun habe ich doch eine ganze Menge zu berichten gehabt. Zuerst saß ich einfach nur hier und wurde von den Erinnerungen überwältigt.

Du fehlst mir einfach.

Doch jetzt muss ich sagen: Es hat auch was, hier im „Chez Maurice“ zu sitzen und dir zu schreiben.

Ich glaube, das mache ich jetzt öfter.

Statt gemeinsam Kaffee zu trinken, trinke ich meinen Kaffee alleine und schreibe dir ein paar Zeilen.

Hast du eigentlich dort ein Lieblingscafé gefunden?

Wenn ja, dann schreibst du dort.

Hätte doch was.

So, ma chère Frida, nun aber Schluss für heute.

Ich winke mal rüber und sage:

Tschüss, bis bald.

Deine
Pippilotta


Pippi blickt zufrieden auf ihren Brief. Sie faltet ihn sorgfältig und steckt ihn in ein Kuvert.

Sie trinkt ihren Kaffee aus, isst das Éclair auf, bezahlt und macht sich beschwingt auf den Weg zur Post.



Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿


Montag, 14. September 2026

Bildgedanken


 Bildgedanken 🌈

Luftschloss

verwirklichen, unerreichbar

Vielleicht, vielleicht nicht

können Wirklichkeit werden

mit Fundament


Montag, Zeit für ein paar Gedanken zum Wochenanfang.

Auf meinem Kalenderblatt für diese Woche steht dieses Gedicht von Henry David Thoreau:

Wenn du Schlösser in die Luft gebaut hast,

so braucht deine Arbeit nicht umsonst zu sein; dort gehören sie nämlich hin.

Und nun gehe daran, die Fundamente unter sie zu bauen.

Zuerst konnte ich überhaupt nichts damit anfangen. Doch je länger ich darüber nachdachte, umso besser erschloss es sich mir und ich dachte: Ja, er hat Recht.

Da ist etwas dran.

Wer kennt es nicht? Da haben wir Träume, Wünsche, Vorstellungen von bestimmten Dingen, die wir erreichen wollen.

Wir bauen uns dann Luftschlösser, die prächtig aussehen, funkeln und glänzen. Sehen uns schon als strahlende Prinzessin durch die prunkvollen Gemächer wandeln.

Zack – und schon zerplatzt es wie eine Seifenblase.

Aus der Traum.

Warum? Wieso?

Was habe ich falsch gemacht?

Wut, Trauer, Mutlosigkeit, Resignation machen sich breit.

Dabei hätten wir unter unser Schloss nur ein solides, stabiles Fundament bauen müssen.

Ha, bloß, bloß ist gut. 🙈

Genau das ist die Frage:

Was ist ein stabiles Fundament?

Das Luftschloss nicht zu groß bauen, sprich: realistisch bleiben. Gucken: Was ist möglich? Welche Chancen habe ich?

Ich persönlich habe mir so ein Luftschloss gebaut – mit einem ziemlich bröckeligen Fundament. Nun droht es einzustürzen.

Wovon spreche ich?

Von meinem Abnehmluftschloss.

Ich habe gerade die ersten drei Monate hinter mir und heute fangen die nächsten drei an.

Deswegen passt auch der Kalenderspruch mit dem Luftschloss gerade gut.

Mit dem, was ich erreicht habe, bin ich ehrlich gesagt nicht zufrieden. Weil ich nämlich immer noch mein tolles Luftschloss im Kopf habe.

Mein Fundament bestand bisher aus zu hohen Ansprüchen, Perfektionismus und Optimierungswahn.

Tja, das hat semi gut funktioniert. 🙈

Doch mein Luftschloss gebe ich nicht auf.

Jetzt wird es eben kleiner als ursprünglich geplant und bekommt ein stabiles Fundament.

Das wird meine Aufgabe für diese Woche und für die nächsten drei Monate im Oviva-Programm:

ein neues, stabiles Fundament zu errichten, das aus dem Luftschloss Realität werden lässt.

Und das wünsche ich euch allen auch: dass ihr eure Luftschlösser mit einem stabilen Fundament Realität werden lassen könnt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine luftige Woche.

Herzlich

Pippilotta 🙋‍♀️🤍


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Samstag, 12. September 2026

Sonnenstrahlen


 

Sonnenstrahlen – Wochenrückblick KW 37

Willkommen in den kleinen Pausen dieser Woche.

Hier sind meine Sonnenstrahlen – jene kleinen Momente, die immer wieder durch die dunklen Wolken geschaut haben.

☀️ Familienzeit

Das letzte Wochenende war etwas ganz Besonderes für mich. Unser „kölsche Jung“ Sebastian war spontan zu Besuch gekommen. Und am Sonntag haben wir alle noch mit Lenny, dem Backpacker, per Video-Call gesprochen. Zurzeit sind er und seine Freundin in Australien.

Hier kann man bei Interesse mehr erfahren.

Für mich als Familienmensch war das ein echtes Highlight. Mal wieder, nach langer Zeit, kurz beide Söhne um mich zu haben – das hat einfach gutgetan.

☀️ Endlich kompetente Hilfe für Sebastian

Unser großer Sohn Sebastian, er ist Autist, bekommt nach jahrelangem Kampf endlich die Hilfe, die er benötigt.

Nun hat er ein wunderbares Netzwerk aus Fachleuten gefunden, die hervorragende Arbeit leisten und ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Besonders für ihn, aber auch für uns als Eltern, ist das eine enorme Erleichterung.

Natürlich war und ist man als Eltern immer für sein Kind da. Doch vieles können Fachleute einfach besser – und sie erreichen manchmal auch mehr.

☀️ Konzert in GoethesPostamd

Gestern Abend waren wir bei einem fantastischen Konzert der regionalen Band „Mukkefuk Orkestra“.

Ihr Repertoire reicht vom Balkan bis nach Südamerika und in die Karibik. Kurz gesagt: lebendige Weltmusik mit tanzbaren Rhythmen.

Sie selbst beschreiben ihre Musik als „frisch aufgebrachten Hörgenuss, der in Füße geht“.

Und genau so war es auch.

Ich habe für ein paar Stunden die Welt draußen gelassen und beschwingt das Tanzbein geschwungen.

Die Musik hat mich in eine Welt voller Geheimnisse geführt. In meinem Kopf entstanden Bilder von Karawanen, die durch die Wüste zogen, Beduinenzelten und dem geschäftigen Treiben in den Souks.

Balu meinte: „Na, da hat Pippi bestimmt Frida was zu schreiben.“ 🙈

Tja, wer weiß … 😉

Auf jeden Fall war es ein Abend, der noch lange nachklingt.


Jetzt werde ich auch diese besonderen Sonnenstrahlen in meinem Schatzkästchen der Erinnerungen aufbewahren.

Dankbar, zufrieden und glücklich lasse ich die Woche los und genieße das Wochenende.

Welche kleinen Sonnenstrahlen haben deine Woche erhellt?

Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon!

Herzlich

Pippilotta 🙋‍♀️🤍




Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Freitag, 11. September 2026

Morgengruß

 




Heute auch für die Bloggerwelt ein lieber Morgengruß.

Ich wünsche euch allen einen zauberhaften und kunterbunten Freitag.

Herzlich
Pippilotta 🙋‍♀️🤍



Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Mittwoch, 9. September 2026

Kreative Bildbearbeitung

 Warum in die Ferne schweifen …

Es ist ein liebgewonnenes Ritual bei mir, Morgen- und Abendgrüße in die Familiengruppe und an Freunde zu verschicken.

Am Anfang habe ich auf Pinterest Grüße herausgesucht, ein paar Zeilen dazu geschrieben und gesendet.

Das war mir auf Dauer zu öde – zu wenig kreativ, zu wenig ich.

Dann habe ich angefangen, eigene Fotos mit einem kleinen Gruß zu versehen und zu verschicken. Oft mit einem Rand oder Rahmen.

Soweit, so gut.

Vorhin, bei der Vorbereitung für den Abendgruß, dachte ich: So langsam gehen dir die Ideen aus. 🙈

Mit Hilfe von ChatGPT eine Strategie entwickelt und zack – da war der Geistesblitz! ⚡️

Ich habe in Amazon Photos gestöbert und dabei eine interessante Entdeckung gemacht. Auch hier kann ich Fotos bearbeiten und sogar beschriften. Auf Lumii kommt dann noch der Feinschliff dazu.

So kann ich aus einem Original durch Zuschneiden ganz verschiedene Ausschnitte zaubern und dadurch ein neues Bild kreieren.

Tadaaa – aus 1 mache 2, 3 oder mehr. 😂

Dann noch einen Gruß und einen Rand dazu und fertig ist die lila Laube.

Genial, nicht wahr?

Jetzt zeige ich euch mal ein Beispiel.

Zuerst das Original und dann die verschiedenen Varianten.

Original 







Na, wenn das keine gute Idee war … 😜




Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Montag, 7. September 2026

Bildgedanken


 Aussichten 
Offen,verdeckt 
Bergen neue Chancen 
Machen Mut,geben Hoffnung 
Klarheit 

Bildgedanken 🌈

Auch heute ein paar Gedanken für die kommende Woche, kombiniert mit einem Bild.

Nach den Nachrichten aus aller Welt gestern Abend dachte ich so bei mir:
„Oh nein, das sind ja düstere Aussichten. Wo soll das alles noch hinführen?“

Ja, und dann fiel mir dieses Bild heute Morgen in die Hände.

Das passt genau in die Situation momentan.

Oft ist unser Blick verdeckt.
Manchmal sehen wir nur das, was uns im Weg steht.
Mauern, Gerüste, verschlossene Wege, Dinge – und auch unsere eigenen Gedanken.
Wir können uns darin verfangen, mutlos werden und in Resignation verfallen.

Aber!

Aber wir können auch die Perspektive wechseln.

Und genau das habe ich mir für die kommende Woche vorgenommen.

Zugegeben, ich war gestern Abend schon ziemlich frustriert, traurig und auch ängstlich.

Doch dann erwachte der Trotz.

Ich dachte: Nein, du lässt dich von diesen düsteren Aussichten nicht einschüchtern.

Du hattest so ein phantastisches Wochenende.
Der Sohnemann aus Köln war bei uns und mit dem Backpacker haben wir per Videocall gesprochen.

Nein, das lässt du dir nicht kaputtmachen!

Es gibt trotzdem so viel Positives zu entdecken.

Ein Stück Himmel, Licht, gemeinsame Zeit, Gespräche, Lachen, neue Möglichkeiten und Chancen.

Und nicht jede Aussicht ist sofort zu erkennen.

Manche entdeckt man erst auf den zweiten Blick, manche erst, wenn man den Mut hat, durch eine kleine Öffnung zu sehen.

Doch darin kann auch die Hoffnung liegen, dass hinter verdeckten Aussichten schon etwas Neues auf uns wartet.

Manchmal braucht man dafür nur ein bisschen Mut, Vertrauen – und einen anderen Blickwinkel.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine Woche voller überraschender Aussichten.
Herzlich
Pippilotta 🙋‍♀️🫠🤍


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿



Samstag, 5. September 2026

Café Chez Maurice




Aus Alt wird Neu

Es ist ein sonniger Nachmittag im September.

Nach dem Mittagessen verkündet Pippi plötzlich:

„Ich habe spontan beschlossen, heute Nachmittag ins ‚Chez Malou‘ zu gehen. Mal sehen, wie es Madame Malou und Maurice geht.“

Balu nickt zustimmend.

„Mach das, liebe Pippi. Ich werde eine Runde laufen gehen.“

Gesagt, getan.

Kurze Zeit später steht Pippi vor dem Café. Mit dabei diesmal Francia Elegancia und Flippi.

Francia Elegancia hebt eine Augenbraue und schaut auf das Café.

„Also, hier stimmt was nicht“, murmelt sie vor sich hin.

Pippi runzelt die Stirn.

„Wir sind noch nicht mal im Café und schon hast du was zu monieren.“

„Schon gut, bin ja schon still“, grummelt Francia Elegancia.

Pippi öffnet schwungvoll die Tür und bleibt wie erstarrt auf der Schwelle stehen.

„Was ist das denn! Wie sieht es hier aus?“

Pippi ist entsetzt.

Die komplette Inneneinrichtung ist neu.

Kleine runde Holztische, bunte Sessel und Hocker bestimmen das Bild. Die Wände sind in einem sanften Hellblau gestrichen und quer über der Wand leuchtet in Neonschrift:

„Chez Maurice“

Zum Glück ist die alte, gläserne Theke geblieben und aus den Lautsprecherboxen tönen weiterhin französische Chansons.

Auch die alte Espressomaschine zischt und dampft vor sich hin.

Pippi macht einen vorsichtigen Schritt ins Café.

Da eilt auch schon beschwingt Maurice auf sie zu.

„Bonjour Pippi, lange nicht gesehen“, begrüßt er sie herzlich.

„Bonjour Maurice“, stammelt Pippi.

„Ja, ich sehe, du bist total verwirrt. Verständlich.“

Maurice nickt.

„Ja, bin ich“, erwidert Pippi. „Wo ist denn deine Mutter und was ist hier passiert?“

Da kommt, wie aufs Stichwort, Madame Malou an zwei Gehhilfen angehumpelt.

Auch sie begrüßt Pippi sehr herzlich.

Etwas verwundert schaut sie sich um.

„Wo ist denn Frida?“

Pippi holt Luft – doch Madame Malou unterbricht sie.

„Ich glaube, wir haben uns eine Menge zu erzählen. Das geht am besten bei Kaffee und Kuchen. Setzen wir uns doch.“

Die beiden Frauen setzen sich an einen Tisch am Fenster.

Bei Maurice ordern sie Latte Macchiato und zwei Stück frischen Pflaumenkuchen mit Sahne.

Bald steht das Gewünschte vor ihnen und sie nehmen jede einen Schluck Kaffee.

Pippi rührt in ihrem Kaffee und beginnt zu erzählen.

„Also, Frida ist ans Meer in den Urlaub gefahren. Dann kriege ich plötzlich einen Brief von ihr. Darin schreibt sie, sie nimmt eine Auszeit und bleibt erstmal eine Weile am Meer. Somit waren unsere Kaffeenachmittage erstmal hinfällig.

Doch nun habe ich beschlossen, ich kann auch ohne Frida Kaffee trinken gehen. Vielleicht frage ich ja mal Sunny, ob sie mitkommen möchte.“

Madame Malou nimmt einen Schluck Kaffee, dann beginnt auch sie zu erzählen.

„Ach so ist das. Ja, scheinbar brechen neue Zeiten an. Wie du gemerkt hast, ist hier auch alles neu.

Maurice ist jetzt der neue Chef und deswegen heißt es jetzt auch ‚Chez Maurice‘.

Ich hatte einen Unfall, musste operiert werden und habe eine neue Hüfte bekommen. In der Reha habe ich dann beschlossen: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um aufzuhören.

So kam es dann. Maurice war erst nicht begeistert, doch ich konnte ihn überzeugen. Nun haben er und seine Freundin, eine begnadete Konditorin, das Zepter beziehungsweise den Rührlöffel in der Hand.

Und ich genieße meinen wohlverdienten Ruhestand.

Ab und zu schaue ich mal kurz vorbei.

Zum Glück hast du mich heute hier angetroffen.“

Pippi schüttelt den Kopf.

„Man, man, erst verschwindet Frida ans Meer, du kriegst eine neue Hüfte und plötzlich wird aus ‚Chez Malou‘ ‚Chez Maurice‘.

Verrückt.“

Madame Malou nickt.

„Ja, so schnell kann es manchmal gehen.

Doch etwas Neues hat auch seinen Reiz.“

Beide sitzen eine Weile da und hängen ihren Gedanken nach.

Draußen geht das Leben weiter und im Café hört man leise Löffel klappern, Stimmengewirr und gedämpftes Gelächter.

„So“, sagt Madame Malou nach einer Weile, „ich werde mich mal wieder auf den Weg machen.

War schön, dass wir uns getroffen haben. Ich hoffe, du kommst jetzt wieder öfter vorbei.“

Pippi nickt.

„Ja, das mache ich. Und ich habe mich auch gefreut“, erwidert sie.

Wenig später verlässt eine nachdenkliche Pippi das Café.

Francia Elegancia muss natürlich noch ihren Senf dazugeben.

„Ich wusste ja gleich, dass etwas nicht stimmt. Und die Einrichtung ist ziemlich modern. Vor allem die Sessel sind etwas unbequem.

Aber im Großen und Ganzen hat es mir gefallen. Auch der Pflaumenkuchen – lecker! Nur der Milchschaum beim Latte Macchiato war nicht so gleichmäßig.

Doch das sind Kleinigkeiten.“

„Also, ich fand es cool. Viel Platz zum Beobachten“, kommt es von Flippi.

Pippi lächelt süffisant.

„Na, da bin ich ja beruhigt.

Und ich habe Frida und Balu eine Menge zu berichten.“

Wie war das?

„Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt.“

Nun schauen wir mal, wie es so weitergeht mit und im „Chez Maurice“.



Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Bild: KI-generiert mit ChatGPT


 

Freitag, 4. September 2026

Sonnenstrahlen


 

Sonnenstrahlen – Wochenrückblick KW 36

​Willkommen in den kleinen Pausen dieser Woche.

​Hier sind meine Momente, die als kleine Sonnenstrahlen die Woche erhellt haben:

​• Kaffeenachmittag in der Goethe 15 

Einfach mal für zwei Stunden abschalten. Der Märchenerzählerin lauschen, Kaffeeduft in der Nase und leckeren Kuchen auf dem Teller. Lachen, Plaudern, Zuhören und Genießen. Tat so gut! 😍

• Neuer Haarschnitt

Kurz in eine andere Welt abtauchen. Es riecht nach Dauerwellenflüssigkeit, Haarspray und Shampoo. Die Trockenhaube surrt und die Schere klappert. Heute habe ich Lust auf eine kleine Veränderung: Der Scheitel mal rechts statt links und alles etwas länger. Beschwingt und mit flotter, neuer Frisur verlasse ich den Salon.

• Spontan Eis essen gegangen 

Statt Kaffee zu Hause mal etwas Bella Italia im Eiscafé. Im Café empfängt uns Espressoduft und eine leuchtend bunte Eisauswahl. Nach dieser spontanen, kurzen Auszeit verfliegt der restliche Tag wie im Flug.

Auch diese Sonnenstrahlen wandern ins Schatzkästchen der Erinnerungen.

​Dankbar lasse ich nun diese Woche los und freue mich auf das Wochenende.

​Welche kleinen Sonnenstrahlen haben deine Woche erhellt? Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon!

​Herzlich

Pippilotta 🙋‍♀️🤍

Dienstag, 1. September 2026

Bildgedanken zum Monatsanfang


 

September

neugierig, offen

auf dem Weg

mutig, einfach mal zu sein

Ich


Heute sitzt Pippi an ihrem Schreibtisch.

Langsam muss sie sich von ihrem kleinen Balkon verabschieden. Auf leisen Sohlen kommt der Herbst angeschlichen.

Pippi seufzt.

Wo ist nur die Zeit geblieben?

Schon September.

Wieder 30 leere Blätter liegen vor ihr.

Pippi tippt unschlüssig mit ihrem Kuli auf die Schreibtischplatte.

Soll ich mir diesmal wirklich etwas vornehmen?

Ein Monatsmotto überlegen?

Sie schüttelt den Kopf.

Eine ganze Weile sitzt Pippi nur so da und schaut aus dem Fenster.

Die Blätter der alten Eiche tanzen im Wind, weiße Wattewolken ziehen ihre Bahnen am Himmelszelt.

Plötzlich huscht ein Lächeln über Pippis Gesicht.

„Ha, ich hab’s!“, ruft sie beschwingt.

Ich mache mich selbst zum Motto des Monats.

Bleibe neugierig und offen, was der neue Monat so im Gepäck hat.

Ich bin ja schon auf dem Weg und werde, Babyschritt für Babyschritt, immer mehr ich selbst.

Ich brauche das Rad nicht neu zu erfinden und alles zu optimieren.

Es reicht, wenn ich mutig einfach mal nur da bin und das Leben auf mich zukommen lasse.

Sie hält kurz inne.

Dann nickt sie zustimmend.

„Ja, genauso mache ich es!“

Na dann, willkommen September.

Die 30 leeren Blätter werden wir schon schön bunt gestalten. Und ab und zu ein dunkler Klecks – der macht es lebendig.

Auf geht’s!


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Montag, 31. August 2026

Monatsende


 Monatsende

Pippi erinnert sich

Etwas gedankenverloren sitzt Pippi auf dem Balkon und schaut in die Wolken.

In der Stille hört man quasi, wie sich das Gedankenkarussell in ihrem Kopf atemberaubend schnell dreht.

Tja, da flüstert auch noch Francia Elegancia in Pippis Ohr.

„Wie war das?“

„Was war das Motto vom Monatsanfang?“

„Leichtigkeit, neue Wege gehen, kleine Glücksmomente sammeln?“

„Nun, meine Liebe, das klappte ja nicht so wirklich!“

Francia Elegancia kichert schadenfroh.

„Wie auch schon im Juli. So wirklich rund läuft es nicht.“

Das muss sie natürlich noch hinterherschieben.

Pippi runzelt verärgert die Stirn.

„Pass bloß auf, liebe Francia Elegancia, sonst landest du wieder bei Frida im Strandkorb.“

So, meine Liebe, Ohren auf. Hier kommt meine Version vom August.

Es war kein leichter, unbeschwerter Sommermonat. Nein, wahrlich nicht.

Von allem zuviel.

Zuviel Hitze, zuviel Stress, zuviele Gedanken, zuviel Lärm, zuviel Schmutz, zuviel Chaos usw.

ABER!

Aber er war ein unperfekter Monat. Und das war richtig so.

Trotzdem habe ich kleine Glücksmomente gesammelt, es war ein Hauch von Leichtigkeit zu spüren und ich bin dabei, neue Wege zu gehen.

Wir haben unseren 37. Hochzeitstag gefeiert und das Damoklesschwert der Heizungsarbeiten schwebt nicht mehr über uns.

Somit kann ich den August mit folgendem Fazit abschließen:

Es war ein unperfekter Monat und trotzdem im Großen und Ganzen ein glücklicher Monat.

Jetzt lasse ich ihn dankbar los und er kommt ins Schatzkästchen der Erinnerungen.

Punkt! Ende! Aus!

Zufrieden lehnt sich Pippi entspannt zurück.

Das Gedankenkarussell dreht sich sachte im Wind und auch Francia Elegancia ist verstummt.

Und alle warten gespannt auf den September.


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿

Samstag, 29. August 2026

Sonnenstrahlen

 8


Eine chaotische Woche

So, nun ist auch diese Woche schon wieder Geschichte.

Und die Heizungsarbeiten sind endlich beendet. 🙏

Tja, und ich sitze hier wie ein angeschossenes Reh.

Natürlich musste sich das Angeschlagensein auch noch zu einer fiesen Erkältung entwickeln. 🙈

An Auskurieren war allerdings nicht zu denken. Also: Augen zu und durch.

Es war laut, staubig, unruhig und anstrengend – aber tatsächlich nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zum Glück war eine sehr kompetente Mannschaft am Start und Donnerstagabend war der Spuk vorbei.

Die neuen Heizungen hängen, die Rohre sind verlegt, die Verkleidungen angebracht, das Laminat wieder dort, wo es hingehört, die Kisten ausgepackt und alles wieder an seinem Platz.

„Und plötzlich sieht es wieder nach Zuhause aus. 🥰“

Und jetzt heißt es erst einmal: durchatmen.

Damit mein Hirn nicht wieder nur das Negative abspeichert, habe ich mich auf die Suche nach ein paar Sonnenstrahlen gemacht.

Tatsächlich haben sich drei durch das Chaos geblinzelt:

☀️ Zwei wunderbare Telefonate mit meinen beiden Söhnen – einmal Köln und einmal Australien. 😍

☀️ Endlich mal wieder einen Gottesdienst aus dem Kölner Dom geschaut.

☀️ Und natürlich: das Ende der Heizungsarbeiten. 🙏

Jetzt wird alles wieder ins Schatzkästchen der Erinnerungen gepackt, tief durchgeatmet und nach vorne auf die neue Woche geschaut.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Herzlich

Pippilotta 🙋‍♀️🤍


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blog folgst. ☕🌿