Sonntag, 12. Juli 2026

Zitat im Bild


Ich

Manchmal entstehen die schönsten Bilder nicht nur mit Farben, sondern auch mit Worten. Heute durfte beides zusammenfinden.





Ich.
Lebendig. Kreativ.
Ich bin ich.
Mal Yin, mal Yang.
Einzigartig. 💜



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Sonntag, 5. Juli 2026

Sonntag am Lac


Sonntag am Lac

Das Wasser erzählt von Elfen und Feen.
Die Blumen lächeln ihnen zu.
Der Bach summt ein Lied.
Und ich ?
Ich verweile und staune....






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Mittwoch, 1. Juli 2026

Die 3 Deckel

 





Frau von Stroh erlebt eine Überraschung

Ein heißer Sonntagnachmittag im Juni bei Pippi und Balu.

Pippi schleicht wie eine Blindschleiche von einer Ecke in die andere. Schließlich lässt sie sich mit einem tiefen Seufzer in ihren Balkonstuhl sinken. Theatralisch fächert sie sich Luft zu.
„Unerträglich, diese Hitze. Ich habe zu nichts Lust – zu rein gar nichts. Ich begebe mich für den Rest des Tages in den Energiesparmodus.“

Balu nickt schmunzelnd.
„Mach das, liebe Pippi. Mach das.“

Pippi nimmt ihr Handy und scrollt lustlos durch ihre Fotos.
Plötzlich ertönt ein lauter Aufschrei.
„Das gibt es doch nicht! Ich werde verrückt!“
Aufgeregt wedelt sie mit dem Handy.

Balu hebt unwirsch den Kopf von seinem Buch.
„Mensch Pippi, was schreist du denn so los?“

Pippi hält ihm begeistert das Handy vor die Nase.
„Guck mal! Da ist ja Frau von Stroh! Das war 2015, auf dem Hessentag mit meinem Großen. Solange habe ich Frau von Stroh schon.“

Balu schüttelt amüsiert den Kopf.
„Das ist doch schön. Doch deswegen machst du so einen Aufstand? Ich dachte schon, Wunder was passiert wäre. Hast du noch was oder kann ich weiterlesen?“

Leicht pikiert nimmt Pippi ihr Handy zurück und betrachtet das Foto eingehend.

Auf einmal springt sie hoch, quetscht sich an Balu vorbei und verschwindet in ihrem Zimmer.

„Aha … Energiesparmodus. So viel dazu“, brummelt Balu vor sich hin.

Die drei „Deckel“ beobachten das Ganze interessiert von der Garderobe aus.

„Jetzt wird es spannend“, flüstert Rosa Frau von Stroh zu.

Richtig vermutet.

Nachdem Pippi eine Weile in ihrem Zimmer herumgerumpelt hat, kommt sie freudestrahlend heraus. 

Triumphierend schwenkt sie etwas in der Hand.
Frau von Stroh wird blass und blinzelt unter ihrer Krempe hervor.
„Nein, das glaube ich nicht“, murmelt sie.

Zack, hängt Madame Coloré unter Frau von Stroh an der Garderobe.
Diese ist sichtlich gerührt.
„Madame Coloré! Wie schön, dich endlich wiederzusehen. Ich dachte schon, du wärst ausgewandert.“

Die Tasche schüttelt fröhlich ihren Henkel.
„Ach was! Ich habe nur auf den richtigen Sommer gewartet.“

Rosa und Blaumann schauen die beiden verwundert an.
„Was?! Ihr kennt euch schon seit 2015? Dann seid ihr ja ein richtiges Veteranenteam!“, rufen sie im Chor.

Beide nicken.
„2015 bin ich zu Pippi gekommen“, erzählt Madame Coloré. „Dann landete ich plötzlich in der Verbannung im Kleiderschrank. Doch ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Und nun bin ich endlich wieder da.“

Frau von Stroh nickt zustimmend.
„Tja, das gleiche Schicksal wie ich. Doch nun ist die Verbannung aufgehoben und ich hoffe auf noch viele gemeinsame Sommerabenteuer – hoffentlich mit dir, liebe Madame Coloré.“

„Bestimmt werden wir das“, entgegnet diese und schwingt vergnügt ihren Henkel.

Rosa und Blaumann strahlen.
„Herzlich willkommen im Team!“

Rosa lacht.
„Seht ihr? Ich wusste, der Nachmittag wird spannend. Von wegen Energiesparmodus!“

Blaumann nickt.
„Ja, mit Pippi wird es nie langweilig.“

Frau von Stroh lächelt zufrieden.
„Gut, dass Pippi aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und ihre alte Kreativität wiedergefunden hat“, schmunzelt Frau von Stroh.
Madame Coloré bestätigt das mit einem fröhlichen Henkelnicken.

Von diesem Tag an hingen nun Rosa, Blaumann, Frau von Stroh und Madame Coloré friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuten sich auf viele gemeinsame Sommerabenteuer.

Tja, manchmal geht man im Leben ein paar Meditationsschleifen, bis man entdeckt, dass sich der Kreis schließt.
Genau wie bei Frau von Stroh und Madame Coloré. Ihre gemeinsame Reise begann schon 2015. Damals ahnten die beiden noch nicht, dass sie eines Tages mit zwei Kappen Gespräche führen und Pippis Leser zum Schmunzeln bringen würden.


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Sonntag, 28. Juni 2026

Zitat im Bild


 

Ein kleines „Zitat im Bild“ – einfach so.

Manche Ideen begleiten uns viele Jahre. Dieses Format hat mich früher schon begeistert. Jetzt bekommt es auf Zwischenräume einen neuen Platz.

Ich wünsche euch einen Sonntag mit Zeit zum Sein.


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Freitag, 26. Juni 2026

Unterhaltung an der Garderobe


 



Drei "Deckel" im Gespräch

Bei Pippi zu Hause hängen an der Garderobe zwei Kappen und ein Strohhut. Sie haben sich einiges zu erzählen.

Es ist ein früher Junimorgen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Plötzlich ertönt ein leises Kichern. Es kommt von Rosa, der Kappe mit dem rosa Schirm.

„Nein, das glaube ich nicht! Was ist das denn?“, murmelt sie vor sich hin und kichert weiter.

Davon wird Blaumann, die Kappe mit dem blauen Schirm, wach.

Unwirsch brummt er: „Mensch Rosa, was machst du denn für einen Lärm am frühen Morgen?“

Rosa schaut ihn unschuldig an.

„Oh, sorry! Habe ich dich geweckt? Aber guck mal, was da neben dir hängt! So ein elegantes, buntes Strohhütchen.“

Schon kichert sie wieder.

Entnervt verdreht Blaumann den Schirm.

„Na und? Es ist halt Sommer. Da trägt man eben Strohhut.“

Inzwischen ist auch Frau von Stroh wach geworden.

„Pardon, geht es bitte etwas leiser?“, sagt sie und schaut etwas pikiert unter ihrer Krempe hervor.

Rosa schnaubt empört.

„Also nun tu mal nicht so vornehm. Wir sind hier bei Pippi, da geht es nicht so förmlich zu. Woher kommst du eigentlich? Gestern hingst du noch gar nicht hier.“

Blaumann holt tief Luft und lächelt Frau von Stroh freundlich an.

„Guten Morgen. Ich bin Blaumann und die charmante Kappe neben mir ist Rosa. Etwas unkonventionell, aber das Herz auf dem rechten Fleck.“

Rosa unterbricht ihn grummelnd.

„Ja, ja, schon gut. Genau, ich bin Rosa – etwas verrückt, spontan, aber ganz verträglich.“

Frau von Stroh nickt lächelnd.

„Ich bin Frau von Stroh und wohne eigentlich schon sehr lange hier. Nur hat man mich zu einem Leben im Stoffbeutel mit Stoffblumenkränzen verbannt. Gestern wurde ich endlich wieder hervorgeholt. Ab und zu durfte ich als Karnevalsoutfit oder beim Weltgebetstag mitkommen. Ein ziemlich ödes Dasein. Ich hoffe, meine Verbannung ist nun beendet. Gestern durfte ich sogar auf eine Ausstellung. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch viele weitere Ausflüge dazukämen. Meine Trägerin macht jedenfalls einen sehr fröhlichen Eindruck.“

Rosa und Blaumann nicken zustimmend.

Dann schaut Rosa etwas bedröppelt unter ihrem Schirm hervor.

„Du Arme. Das tut mir wirklich leid. Da habe ich es viel besser. Ich bin zusammen mit Blaumann aus Cuxhaven hierher gereist. Dort hingen wir auf einem Ständer auf einer Terrasse. Jeden Tag das Gleiche: morgens raus, abends rein. Unzählige Leute probierten uns an und gingen wieder weiter. Nur der Ausblick auf den Hafen machte das Ganze erträglich.“

Blaumann übernimmt das Erzählen.

„Eines Tages kam ein älteres Ehepaar vorbei und blieb stehen. Er flott und rüstig, sie etwas gehbehindert mit Walkingstöcken – aber ebenfalls flott und irgendwie herrlich lustig. Nach kurzem Überlegen saßen wir plötzlich auf ihren Köpfen. Und genau da begann unser neues Leben.“

Rosa strahlt.

„Schon in Cuxhaven ging es los. Meine neue Besitzerin heißt Petra, wird aber nur Pippi genannt. Sie ist ihrer Namensvetterin wirklich sehr ähnlich: quirlig, spontan, kreativ und immer für eine Überraschung gut. Langweilig wird es mit ihr nie. Allein was wir in Cuxhaven erlebt haben – darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben! Aus einem gemütlichen Schiffegucken in Altenbruch wurde plötzlich eine halbe Nordseeexpedition. Und auch hier zu Hause ist immer etwas los. Es ist bunt, lebendig, kreativ und manchmal ein bisschen chaotisch. Ich bin rundum zufrieden.“

Blaumann nickt zustimmend.

„Mein neuer Kopf ist das komplette Gegenteil von Pippi. Eher der Typ Balu der Bär – ruhig, gelassen und gemütlich. Er ist der perfekte Ausgleich zu der quirligen Pippi. Auch ich bin absolut zufrieden.“

Frau von Stroh schaut begeistert unter ihrer Krempe hervor.

„Das hört sich wunderbar an. Da habe ich ja wirklich eine Menge verpasst. Jetzt bin ich gespannt, was ich in diesem Sommer alles erleben werde.“

„Wir drücken dir die Daumen!“, antworten Rosa und Blaumann wie aus einem Mund.

Die drei „Deckel“ beschlossen noch am selben Morgen, beste Freunde für immer zu sein.

Seitdem hängen sie friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuen sich auf jeden neuen Tag bei Pippi und Balu.

Und wer morgens ganz genau hinhört, kann manchmal ein leises Kichern, ein gemütliches Brummen und ein sanftes Rascheln vernehmen. Aber pssst ... dieses Geheimnis kennen nur Pippi, Balu und die drei „Deckel“.


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Donnerstag, 25. Juni 2026

Sommer


 

Flirrende Hitze 
Füße ruhen kühl im Nass
Sommer auf Balkonien
                                  P.B.-Kn.
   



Mittwoch, 24. Juni 2026

Herzensmomente

Manche Souvenirs sind klein. Die Erinnerungen dahinter sind es nicht. 🌿

 


Souvenirs
klein, liebevoll
Fundstücke voller Geschichten
gesammelt für mein Erinnerungsschatzkästchen
Herzensmomente


Manche Mitbringsel sind klein und unscheinbar. Und doch bewahren sie etwas Kostbares: Erinnerungen an besondere Orte, an schöne Tage und an Augenblicke, die geblieben sind.

So wächst im Laufe der Jahre mein ganz persönliches Erinnerungsschatzkästchen. Jedes Souvenir erzählt seine eigene Geschichte und lässt ein Stück Sommer, Meer und Reiseglück wieder aufleben.

Die kleine Kirche aus Tropea in Italien erinnert mich an einen heißen Sommertag. Mein jüngster Sohn und ich wollten unbedingt hinauf zur Kirche auf dem Hügel. In der glühenden Mittagshitze machten wir uns auf den Weg – ohne Wasser dabei zu haben. Als wäre das nicht genug gewesen, hatte mein Sohn auch noch fürchterlichen Muskelkater. Heute können wir darüber lachen. Und seit er als Backpacker für einige Zeit in Australien unterwegs ist, ist diese Erinnerung für mich noch kostbarer geworden. Sie erzählt von gemeinsamer Zeit, von kleinen Abenteuern und von einem Sommertag, den ich gerne in meinem Herzen bewahre.

Die Schildkröte aus Amalfi kam während einer ganz besonderen Reise zu uns. Zu unserem 30. Hochzeitstag verbrachten mein Mann und ich unseren Urlaub in Sorrent. Von dort aus ging es mit der Fähre nach Amalfi. Das Fährticket wollte ich ganz mutig auf Italienisch kaufen. Mit ein paar englischen Worten und etwas gutem Willen klappte es schließlich doch. Die kleine Schildkröte erinnert mich bis heute an diesen besonderen Urlaub und an dreißig gemeinsame Ehejahre.

Die jüngste Erinnerung in meiner Sammlung ist die Schneekugel aus Luxemburg. Der Besuch verschiedener Weihnachtsmärkte ist bei uns zu einer schönen Tradition geworden. Im vergangenen Jahr waren wir zu dritt unterwegs: mein ältester Sohn, mein Mann und ich. Eigentlich ging es mir gar nicht gut. Mein Rücken machte mir zu schaffen, dazu war es kalt und regnerisch. Mit Schmerztabletten und einer Portion Durchhaltewillen wollte ich trotzdem unbedingt mitfahren. Und trotz allem wurde es ein wunderschöner Tag. Gemeinsam über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, die Lichter zu genießen und einfach Zeit miteinander zu verbringen – das sind die Momente, die bleiben. Deshalb hat die kleine Schneekugel einen ganz besonderen Platz in meinem Erinnerungsschatzkästchen.

Wenn ich diese kleinen Schätze betrachte, sehe ich nicht nur Tropea, Amalfi oder Luxemburg. Ich sehe gemeinsame Zeit, kleine Abenteuer und Momente, die geblieben sind. Vielleicht sind es gerade diese Erinnerungen, die aus kleinen Souvenirs große Schätze machen. 🌿✨

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Sonntag, 21. Juni 2026

Das Wort geht auf Reisen

 


Ein Kreis schließt sich


Mit einem Bild fing alles an. Damals malte ich einen Superhund. Aus diesem Bild entstanden Geschichten und Gedanken. Das Bild selbst ist im Laufe der Jahre verschwunden, aber die Freude am Erzählen ist geblieben.


Heute ist aus meinen Geschichten wieder ein Bild entstanden.


Und das kam so.


Gestern Nachmittag geschah etwas Schönes. Während ich von meinen Geschichten erzählte, nahm eine Mit-Ausstellerin Stifte zur Hand und begann zu zeichnen. Farben, Blumen und Worte fanden ihren Weg aufs Papier. Als sie fertig war, lächelte sie und sagte: „Das Bunte passt zu Ihnen.“


Vielleicht hat sie recht. Denn Worte gehen auf Reisen. Und manchmal kehren sie als Begegnung, als Bild oder als Erinnerung zu uns zurück.


Und zuhause hat das Bild seinen Platz gefunden.


„Das Wort geht auf Reisen“ – und findet seinen Platz zuhause an meiner Pinnwand. ❤️


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Donnerstag, 18. Juni 2026

....und dann fühle ich mich zuhause

Anlässlich der Ausstellung „Heimatklänge“ möchte ich heute erzählen, warum ich schreibe, wie alles begann und warum Papier, Bleistift und Geschichten für mich ein Stück Heimat geworden sind. 


Ja, da stehe ich neben der Vitrine, in der meine literarischen Arbeiten ausgestellt sind.

Die Ausstellung wird von der Kultursparte der Karlskirche veranstaltet und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Heimatklänge“. Acht Vitrinen beschäftigen sich mit dem Thema „…dann fühle ich mich zuhause.“

Menschen aller Generationen waren eingeladen, ihre eigene Vitrine zu gestalten. Auch der Nachbarschaftstreff Goethesalon ist beteiligt – zwei weitere Frauen und meine Wenigkeit.

So viel vorweg.

Heute möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, warum ich schreibe und wie alles begann.

Ich fühle mich zuhause zwischen Papier und Bleistift, Geschichten und Gedichten. Wenn ich schreibe, wird es still um mich herum. Dann fühle ich mich angekommen.

Angefangen hat alles in meiner Kindheit. Schon damals habe ich Geschichten erfunden und erzählt. Heute halte ich sie auf Papier fest. Mit dem eigentlichen Schreiben habe ich allerdings erst sehr spät begonnen. Davor kam irgendwie immer das Leben dazwischen.

Das erste Samenkorn war ein Bild, das ich gemalt hatte – der „Superhund“. Ihn habe ich erfunden, um meine Söhne bei den Hausaufgaben zu motivieren und zu unterstützen. Viel später entstanden daraus die Geschichten von Glückshausen.

Zum eigentlichen Schreiben fand ich durch die Teilnahme an einem Schreibworkshop im Bergkloster Bestwig. Danach erstellte ich meinen ersten Blog. Anfangs schrieb ich dort ganz normale Beiträge über meinen Alltag. Später kam ein weiterer Blog hinzu: das „Literarische Schatzkästchen“, heute „Zwischenräume“. Dort finden meine Geschichten und Gedichte ihren Platz, viele davon mit autobiografischen Spuren.

Und wieder kam das Leben dazwischen. Das Schreiben lag lange Zeit brach.

Anfang dieses Jahres nahm ich an einem Kurzworkshop zum Thema Schreiben teil. Seitdem hat es mich wieder gepackt.

Mein Schreiben hat sich verändert. In den Geschichten von Pippi und Frida erzähle ich von den zwei Seiten in mir. Als typische Zwillinge und Scannerpersönlichkeit geht es in meinem Kopf oft bunt und lebhaft zu. Zum Glück gibt es auch die Stimme, die mich liebevoll wieder erdet.

Pippi und Frida eben. 😊

Nach Jahren, in denen mein wahres Ich unter Tonnen von Disziplin, Vernunft, Anpassung, Regeln und Vorschriften verschüttet war, ist es endlich wieder aufgetaucht.

Mein Schreiben ist lebendiger und freier geworden. Ich habe neue Gedichtformen entdeckt und muss nicht mehr dem Mainstream folgen.Jetzt zeigt Pippi, das Küstenkind, endlich wieder ihr ursprüngliches Ich.



Und genau dort, zwischen Papier und Bleistift, zwischen Geschichten und Gedichten, zwischen Pippi und Frida …

… da fühle ich mich zuhause.

Danke an alle, die meine Texte lesen, mich begleiten und mich auf meinem Weg ermutigen. Es ist schön, dass aus vielen kleinen Samenkörnern mit der Zeit etwas wachsen durfte.


Samstag, 13. Juni 2026

Sommerpause





 

 Pippi und Frida haben sich einen Strandkorb gesucht.


Nach vielen Geschichten, Abenteuern, Cafébesuchen und Urlaubserinnerungen wird es hier nun etwas ruhiger.

Die beiden machen Sommerferien und genießen den Blick aufs Meer.

Vielleicht gibt es in den nächsten Wochen stattdessen ein paar Gedichte, lose Gedanken oder kleine Augenblicke, die festgehalten werden möchten.

Und wer Pippi und Frida kennt, weiß:
Ganz verschwinden werden sie vermutlich nicht. 🌊☀️

Habt einen wunderbaren Sommer.

Bis bald 
Pippi, Frida und das Küstenkind 🌊⚓️

Mittwoch, 10. Juni 2026

Vom Wiederfinden

 


Pippi und Frida – Fundstück aus Cuxhaven

Frida ist gespannt auf Pippis Mitbringsel aus Cuxhaven und sehr erstaunt. Was hat Pippi mitgebracht ...?


Mittwochnachmittag. Frida sitzt schon ganz gespannt am kleinen Bistrotisch und wartet auf Pippi.

Endlich bimmelt das Glöckchen und Pippi kommt wieder schwungvoll zur Tür herein. Auf dem Kopf die obligatorische Mütze.

Im Vorbeigehen ruft sie Frida ein „Moin“ zu und eilt Richtung Theke.

Frida runzelt die Stirn und hebt eine Augenbraue.

Wenig später kommt Pippi zurück und setzt sich mit einem verschmitzten Lächeln hin.

Bevor Frida irgendetwas sagen kann, steht auch schon Maurice bei ihnen.

„Voilà, Mesdames“, sagt er gut gelaunt und stellt zwei Himbeertörtchen und zwei Espressi mit Vanilleeis auf den Tisch.

Frida schaut Pippi irritiert an.

„Was ist das denn?“

„Na, das siehst du doch“, erwidert Pippi unbekümmert. „Zwei Himbeertörtchen und zwei Affogato.“

„Ja, ja, doch das meine ich nicht.“

Frida ist leicht genervt.

„Ich bin schon die ganze Woche neugierig, was du aus dem Urlaub mitgebracht hast, und du stürmst erst mal zur Theke und bestellst etwas anderes als sonst.“

Pippi nimmt beruhigend Fridas Hand.

„Das gehört zu meinem Mitbringsel aus Cuxhaven. Ich habe keine Muscheln mitgebracht, keine Postkarten. Nicht mal ein neues Hobby.“

Frida schaut fragend.

„Sondern?“

Pippi nimmt einen Schluck Espresso.

„Mich selbst.“

Und dann beginnt sie zu erzählen.

„Weißt du, Frida, ich habe im Urlaub gemerkt, wie gut mir Leichtigkeit und das Spontane tun. Ich bin halt diese Mischung aus Pippi Langstrumpf und Erdmännchen. Zu dieser Erkenntnis bin ich im Urlaub gekommen. Und dazu stehe ich ab sofort.

Deswegen habe ich beschlossen: Die Nordsee fährt mit nach Hause.

Mein neues Motto:

Mehr Leichtigkeit – weg vom alten Zopf.“

Frida unterbricht Pippi.

„Aha, deswegen die Kuchenaktion heute.“

Pippi nickt.

Frida hebt die Augenbraue.

„Naja, stimmt schon. Pippi Langstrumpf und Erdmännchen passen zu dir. Und das merkt man auch jetzt, besonders nach dem Urlaub. Zwar noch ungewohnt, aber es gefällt mir gut.

Doch meinst du, dass du das auf Dauer beibehältst? So ein Urlaubsgefühl verfliegt doch nach einer Weile.“

Pippi schaut Frida mit leicht ironischem Blick an.

„So, meinst du? Das ist nämlich kein Urlaubsgefühl. Das ist ein wiedergefundenes Ich.

Der alte Zopf ist ab und schwimmt in der Nordsee.

Endgültig!

Nur mal ein Beispiel:

Vor zwei Tagen habe ich Blumen gegossen, einen Blumentopf versenkt, Wäsche gewaschen, meine verlorenen Stöcke wiederbekommen und gleich weiter verschenkt, war beim Kaffeenachmittag, habe mich zum Brunch und zu einer Ausstellung angemeldet und nebenbei noch eine Geschichte geschrieben und veröffentlicht. Und abends mit meinem Sohn telefoniert, einfach so."

Frida schaut Pippi verwundert an.

„Nein, Pippi, nicht dein Ernst?“

Pippi nickt.

„Freiwillig?“

Pippi nickt wieder.

Frida schüttelt den Kopf.

„Oh, da war das Erdmännchen aber auf Zucker. Und soll das jetzt ein Dauerzustand werden?“

Pippi schüttelt lachend den Kopf.

„Nein, Frida, natürlich nicht. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, wie lebendig meine Tage wieder sind.

Und so kleine Katastrophen erschüttern mich auch nicht mehr.

Das Erdmännchen hat sich nämlich auch  verändert. Es ist nicht mehr panisch, sondern freundlich und fragt nach. Es passt liebevoll auf mich auf.“

Pippi macht eine kurze Pause und lächelt Frida verschmitzt an.

„So wie du, liebe Frida.“

Frida hebt die Augenbraue.

„So, so. Ich bin also ein Erdmännchen. Das ist ja interessant. Aber eigentlich auch gut so. Stell dir mal vor, wir beide wären wie Pippi Langstrumpf.“

Pippi prustet los.

„Oh Mann, Frida, das wäre ein Chaos!“

Nun fängt auch Frida an zu lachen.

„Ja, ja, wir beide sind schon ein Gespann. Du Pippi Langstrumpf und ich das Erdmännchen. Doch deswegen sind wir ja schon seit Jahren beste Freundinnen. Wir ergänzen uns perfekt.“

Pippi nickt zustimmend.

Beide genießen noch ihren Kuchen und den Espresso.

„Weißt du, Pippi“, sagt Frida nach einer Weile, „das war eine richtig gute Idee mit dem Himbeertörtchen und dem Affogato.

Ich glaube, wir suchen uns jetzt jede Woche etwas Neues aus.“

Pippi klatscht begeistert in die Hände.

„Au ja, super Idee! So machen wir das.“

Anschließend verlassen Pippi und Frida gut gelaunt das „Chez Malou“.

So hat Pippis Reise an die Nordsee frischen Wind in den Mittwochnachmittag gepustet.

Mal sehen, was nächste Woche passiert ...