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Freitag, 6. November 2026

Goldmomente- Wochenrückblick KW 45

 Eine ganz normale Woche 

Heute ist schon der 6. November und die erste Woche fast vorbei. So richtige Goldmomente wollen sich irgendwie nicht finden – es sind eher wieder kleine Goldsplitter.

Worüber ich sehr froh bin: Endlich ist das Ende meiner leidigen Zahngeschichte in Sicht! Die Kronen sind erneuert, nächste Woche kommt noch die Brückenprothese und dann ist es geschafft. Außerdem hat meine Akupunktur begonnen, diesmal auch für den Schulter-Nacken-Bereich und den Rücken. Ich liege da immer wie ein gespickter Rehbraten.

Am Mittwoch brachte die Odyssee in die alte Heimat eine Erkenntnis mit sich, und ich habe ein Kapitel meiner Lebensgeschichte abgeschlossen. Dazu gibt es noch einen Extra-Post.Hier

Ja, was war sonst so? Schon mal ein paar Backmischungen für die Weihnachtsbäckerei eingekauft, neuen Lesestoff aus der Stadtbibliothek entliehen und das Diamond-Painting-Fensterbild fertiggestellt.

Wie man sieht, eine völlig unspektakuläre Woche. Doch das ist okay so. Es muss ja nicht immer etwas ganz Besonderes sein. Oft reichen schon Kleinigkeiten aus: z. B. der Blick aus dem Fenster, den Blättern beim Tanzen zusehen, eine Tasse Kaffee oder Tee, ein gutes Buch und vieles mehr.

Somit lasse ich jetzt diese Woche dankbar los und lege sie zu den anderen Goldmomenten und Goldsplittern ins Schatzkästchen der Erinnerung.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes und entspanntes Herbstwochenende. 

 


 

Donnerstag, 5. November 2026

Bildgedanken



 Pippi nimmt Abschied 

​Pippi hat gestern zusammen mit Balu ihre alte Heimat besucht. Ein Besuch auf dem Wochenmarkt stand auf dem Programm und der obligatorische Friedhofsbesuch. Doch irgendwie stand der Tag unter keinem guten Stern. Es fing schon damit an, dass der geplante Zug ausfiel. Nach einigem Hin und Her sind sie dann zwei Stunden später losgefahren.

​In M. angekommen, lief alles seinen gewohnten Gang. Brot, Schinken und Mettwurst eingekauft. Zum Mittagessen wurde der traditionelle Eintopf verspeist. Dank Rollator konnte Pippi den sogar im Sitzen verspeisen. Im Anschluss auf den Friedhof, Kerze angezündet und so schnell wie möglich wieder verschwunden. Pippi mag nämlich eigentlich keine Friedhöfe. Am Bahnhof dann noch gemütlich Tee getrunken und Kuchen gegessen. Soweit so gut.

​Die Rückfahrt entpuppte sich als lebendiger Albtraum. Verspätung, liegengebliebener Güterzug, lange Wartezeit, gestrandet auf einem zugigen Bahnhof und zum Schluss noch ein kleiner Fußmarsch. Kurz gesagt, abgefahren in M. um 15:50 Uhr, angekommen in Kassel um 23:30 Uhr. Die Nerven lagen blank.

​Doch diese Odyssee hatte auch etwas Gutes. Pippi hat jetzt für sich beschlossen, es ist Zeit, damit aufzuhören, über verschüttete Milch zu jammern. 

Heißt, sie schließt das Kapitel M. endgültig ab. Die Stadt ist ihr mittlerweile fremd geworden und es ist eigentlich schon ziemlich dekadent, wegen ein paar Spezialitäten stundenlang unterwegs zu sein. Es bringt nichts, in der Vergangenheit zu leben und ständig in die alte Heimat zu fahren, spült nur alles wieder hoch. Das Grab wird durch den Friedhofsgärtner versorgt und ob da jetzt Blätter liegen, Pilze wachsen oder sonst was, ist egal. Die Leute werden eh immer was zu meckern haben und Pippi hört es ja nicht.

​Kassel wird nie ihr Lieblingsort werden. Jedoch kann sie versuchen, sich ihre Lebensumstände so zu gestalten, dass sie sich auch in Kassel wohlfühlt, den Fokus auf das Schöne legen, wie zum Beispiel den Bergpark mit dem Lac , die Karlsaue oder die diversen Museen. 

Manchmal braucht es eben eine kleine, anstrengende Bahn-Odyssee, um zu erkennen, wo das Hier und Jetzt auf uns wartet.