Montag, 13. Juli 2026

Brief an Frida

"Pippis Schreibtisch. Manchmal entstehen hier Briefe. Manchmal Antworten"

 


Während Frida noch im Strandkorb an der Nordsee die Meeresluft genießt, ist Pippi längst wieder zu Hause angekommen. Doch statt voller Elan in den Alltag zu starten, ist sie im Moment eher eine kleine Schnappschildkröte. Warum? Das verrät sie Frida in einem Brief.


Hallo liebe Frida,

da du ja immer noch im Strandkorb am Meer chillst und wir uns deshalb nicht im "Chez Malou" treffen können, schicke ich dir einfach ein paar Zeilen.

Doch Vorsicht! ⚠️

Ich bin im Moment eine kleine Schnappschildkröte.

Ich mag den Sommer gerade nicht. Alles ist so extrem. Entweder heiß und schwül oder kühl, wolkig und regnerisch.

Dann wird bei uns im Haus auch noch die Heizung erneuert. Einerseits ist das natürlich gut. Andererseits bedeuten die Arbeiten jede Menge Lärm und Dreck. Außerdem müssen die Handwerker in unsere Wohnung, um die Heizkörper an die neuen Steigleitungen anzuschließen.

Dafür sollen wir Möbel ausräumen, umstellen und von den Wänden abrücken.

Nur wann?

Keine Ahnung!

Erst einen Tag vorher bekommen wir Bescheid. Stell dir das einmal vor, liebe Frida!

Furchtbar. Einfach nur furchtbar.

Doch weißt du, was mich im Moment am allermeisten nervt?

Ich grüble über meinen Blog und die Schreiberei.

Von der tollen Ausstellung, bei der meine literarischen Arbeiten zum ersten Mal öffentlich gezeigt wurden, hatte ich dir ja erzählt.

Seitdem mache ich mir selbst Druck und meine, ständig etwas Besonderes aus der Feder zaubern zu müssen.

Unsere Gespräche haben Sommerpause. Kurzfristig sind zwar die drei Deckel eingesprungen, doch ich glaube, die machen inzwischen auch Urlaub.

Ab und zu gibt es ein kleines Haiku oder ein Elfchen. Die Zitate im Bild habe ich ebenfalls wieder aktiviert.

Doch wie geht es weiter?

Gestern habe ich verschiedene neue Ideen ausprobiert. Aber nichts fühlte sich so richtig nach mir an.

Na ja, vielleicht gönne ich mir einfach ebenfalls eine Sommerpause und genieße das Leben.

Im Moment male ich wieder und fotografiere sehr viel.

Ach ja, seit Kurzem gestalte ich auch meine Morgen- und Abendgrüße selbst – mit Hilfe einer tollen App.

Wie du siehst – oder besser gesagt liest –, so ganz ohne Kreativität geht es bei mir wohl doch nicht.

Ja, ja, ich höre dich schon im Strandkorb murmeln:

"Pippi, Pippi ... das Erdmännchen fährt mal wieder Achterbahn."

Und weißt du was?

Du hast recht.

Danke, dass ich dir das alles schreiben durfte.

Jetzt sehe ich schon viel klarer.

In diesem Sinne wünsche ich dir noch eine wunderschöne und erholsame Zeit am Meer.

Grüße mir die Wellen, den Wind und den Strandkorb.

Alles Liebe

Deine Pippi


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Sonntag, 12. Juli 2026

Zitat im Bild


Ich

Manchmal entstehen die schönsten Bilder nicht nur mit Farben, sondern auch mit Worten. Heute durfte beides zusammenfinden.





Ich.
Lebendig. Kreativ.
Ich bin ich.
Mal Yin, mal Yang.
Einzigartig. 💜



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Sonntag, 5. Juli 2026

Sonntag am Lac


Sonntag am Lac

Das Wasser erzählt von Elfen und Feen.
Die Blumen lächeln ihnen zu.
Der Bach summt ein Lied.
Und ich ?
Ich verweile und staune....






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Mittwoch, 1. Juli 2026

Die 3 Deckel

 





Frau von Stroh erlebt eine Überraschung

Ein heißer Sonntagnachmittag im Juni bei Pippi und Balu.

Pippi schleicht wie eine Blindschleiche von einer Ecke in die andere. Schließlich lässt sie sich mit einem tiefen Seufzer in ihren Balkonstuhl sinken. Theatralisch fächert sie sich Luft zu.
„Unerträglich, diese Hitze. Ich habe zu nichts Lust – zu rein gar nichts. Ich begebe mich für den Rest des Tages in den Energiesparmodus.“

Balu nickt schmunzelnd.
„Mach das, liebe Pippi. Mach das.“

Pippi nimmt ihr Handy und scrollt lustlos durch ihre Fotos.
Plötzlich ertönt ein lauter Aufschrei.
„Das gibt es doch nicht! Ich werde verrückt!“
Aufgeregt wedelt sie mit dem Handy.

Balu hebt unwirsch den Kopf von seinem Buch.
„Mensch Pippi, was schreist du denn so los?“

Pippi hält ihm begeistert das Handy vor die Nase.
„Guck mal! Da ist ja Frau von Stroh! Das war 2015, auf dem Hessentag mit meinem Großen. Solange habe ich Frau von Stroh schon.“

Balu schüttelt amüsiert den Kopf.
„Das ist doch schön. Doch deswegen machst du so einen Aufstand? Ich dachte schon, Wunder was passiert wäre. Hast du noch was oder kann ich weiterlesen?“

Leicht pikiert nimmt Pippi ihr Handy zurück und betrachtet das Foto eingehend.

Auf einmal springt sie hoch, quetscht sich an Balu vorbei und verschwindet in ihrem Zimmer.

„Aha … Energiesparmodus. So viel dazu“, brummelt Balu vor sich hin.

Die drei „Deckel“ beobachten das Ganze interessiert von der Garderobe aus.

„Jetzt wird es spannend“, flüstert Rosa Frau von Stroh zu.

Richtig vermutet.

Nachdem Pippi eine Weile in ihrem Zimmer herumgerumpelt hat, kommt sie freudestrahlend heraus. 

Triumphierend schwenkt sie etwas in der Hand.
Frau von Stroh wird blass und blinzelt unter ihrer Krempe hervor.
„Nein, das glaube ich nicht“, murmelt sie.

Zack, hängt Madame Coloré unter Frau von Stroh an der Garderobe.
Diese ist sichtlich gerührt.
„Madame Coloré! Wie schön, dich endlich wiederzusehen. Ich dachte schon, du wärst ausgewandert.“

Die Tasche schüttelt fröhlich ihren Henkel.
„Ach was! Ich habe nur auf den richtigen Sommer gewartet.“

Rosa und Blaumann schauen die beiden verwundert an.
„Was?! Ihr kennt euch schon seit 2015? Dann seid ihr ja ein richtiges Veteranenteam!“, rufen sie im Chor.

Beide nicken.
„2015 bin ich zu Pippi gekommen“, erzählt Madame Coloré. „Dann landete ich plötzlich in der Verbannung im Kleiderschrank. Doch ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Und nun bin ich endlich wieder da.“

Frau von Stroh nickt zustimmend.
„Tja, das gleiche Schicksal wie ich. Doch nun ist die Verbannung aufgehoben und ich hoffe auf noch viele gemeinsame Sommerabenteuer – hoffentlich mit dir, liebe Madame Coloré.“

„Bestimmt werden wir das“, entgegnet diese und schwingt vergnügt ihren Henkel.

Rosa und Blaumann strahlen.
„Herzlich willkommen im Team!“

Rosa lacht.
„Seht ihr? Ich wusste, der Nachmittag wird spannend. Von wegen Energiesparmodus!“

Blaumann nickt.
„Ja, mit Pippi wird es nie langweilig.“

Frau von Stroh lächelt zufrieden.
„Gut, dass Pippi aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und ihre alte Kreativität wiedergefunden hat“, schmunzelt Frau von Stroh.
Madame Coloré bestätigt das mit einem fröhlichen Henkelnicken.

Von diesem Tag an hingen nun Rosa, Blaumann, Frau von Stroh und Madame Coloré friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuten sich auf viele gemeinsame Sommerabenteuer.

Tja, manchmal geht man im Leben ein paar Meditationsschleifen, bis man entdeckt, dass sich der Kreis schließt.
Genau wie bei Frau von Stroh und Madame Coloré. Ihre gemeinsame Reise begann schon 2015. Damals ahnten die beiden noch nicht, dass sie eines Tages mit zwei Kappen Gespräche führen und Pippis Leser zum Schmunzeln bringen würden.


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Sonntag, 28. Juni 2026

Zitat im Bild


 

Ein kleines „Zitat im Bild“ – einfach so.

Manche Ideen begleiten uns viele Jahre. Dieses Format hat mich früher schon begeistert. Jetzt bekommt es auf Zwischenräume einen neuen Platz.

Ich wünsche euch einen Sonntag mit Zeit zum Sein.


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Freitag, 26. Juni 2026

Unterhaltung an der Garderobe


 



Drei "Deckel" im Gespräch

Bei Pippi zu Hause hängen an der Garderobe zwei Kappen und ein Strohhut. Sie haben sich einiges zu erzählen.

Es ist ein früher Junimorgen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Plötzlich ertönt ein leises Kichern. Es kommt von Rosa, der Kappe mit dem rosa Schirm.

„Nein, das glaube ich nicht! Was ist das denn?“, murmelt sie vor sich hin und kichert weiter.

Davon wird Blaumann, die Kappe mit dem blauen Schirm, wach.

Unwirsch brummt er: „Mensch Rosa, was machst du denn für einen Lärm am frühen Morgen?“

Rosa schaut ihn unschuldig an.

„Oh, sorry! Habe ich dich geweckt? Aber guck mal, was da neben dir hängt! So ein elegantes, buntes Strohhütchen.“

Schon kichert sie wieder.

Entnervt verdreht Blaumann den Schirm.

„Na und? Es ist halt Sommer. Da trägt man eben Strohhut.“

Inzwischen ist auch Frau von Stroh wach geworden.

„Pardon, geht es bitte etwas leiser?“, sagt sie und schaut etwas pikiert unter ihrer Krempe hervor.

Rosa schnaubt empört.

„Also nun tu mal nicht so vornehm. Wir sind hier bei Pippi, da geht es nicht so förmlich zu. Woher kommst du eigentlich? Gestern hingst du noch gar nicht hier.“

Blaumann holt tief Luft und lächelt Frau von Stroh freundlich an.

„Guten Morgen. Ich bin Blaumann und die charmante Kappe neben mir ist Rosa. Etwas unkonventionell, aber das Herz auf dem rechten Fleck.“

Rosa unterbricht ihn grummelnd.

„Ja, ja, schon gut. Genau, ich bin Rosa – etwas verrückt, spontan, aber ganz verträglich.“

Frau von Stroh nickt lächelnd.

„Ich bin Frau von Stroh und wohne eigentlich schon sehr lange hier. Nur hat man mich zu einem Leben im Stoffbeutel mit Stoffblumenkränzen verbannt. Gestern wurde ich endlich wieder hervorgeholt. Ab und zu durfte ich als Karnevalsoutfit oder beim Weltgebetstag mitkommen. Ein ziemlich ödes Dasein. Ich hoffe, meine Verbannung ist nun beendet. Gestern durfte ich sogar auf eine Ausstellung. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch viele weitere Ausflüge dazukämen. Meine Trägerin macht jedenfalls einen sehr fröhlichen Eindruck.“

Rosa und Blaumann nicken zustimmend.

Dann schaut Rosa etwas bedröppelt unter ihrem Schirm hervor.

„Du Arme. Das tut mir wirklich leid. Da habe ich es viel besser. Ich bin zusammen mit Blaumann aus Cuxhaven hierher gereist. Dort hingen wir auf einem Ständer auf einer Terrasse. Jeden Tag das Gleiche: morgens raus, abends rein. Unzählige Leute probierten uns an und gingen wieder weiter. Nur der Ausblick auf den Hafen machte das Ganze erträglich.“

Blaumann übernimmt das Erzählen.

„Eines Tages kam ein älteres Ehepaar vorbei und blieb stehen. Er flott und rüstig, sie etwas gehbehindert mit Walkingstöcken – aber ebenfalls flott und irgendwie herrlich lustig. Nach kurzem Überlegen saßen wir plötzlich auf ihren Köpfen. Und genau da begann unser neues Leben.“

Rosa strahlt.

„Schon in Cuxhaven ging es los. Meine neue Besitzerin heißt Petra, wird aber nur Pippi genannt. Sie ist ihrer Namensvetterin wirklich sehr ähnlich: quirlig, spontan, kreativ und immer für eine Überraschung gut. Langweilig wird es mit ihr nie. Allein was wir in Cuxhaven erlebt haben – darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben! Aus einem gemütlichen Schiffegucken in Altenbruch wurde plötzlich eine halbe Nordseeexpedition. Und auch hier zu Hause ist immer etwas los. Es ist bunt, lebendig, kreativ und manchmal ein bisschen chaotisch. Ich bin rundum zufrieden.“

Blaumann nickt zustimmend.

„Mein neuer Kopf ist das komplette Gegenteil von Pippi. Eher der Typ Balu der Bär – ruhig, gelassen und gemütlich. Er ist der perfekte Ausgleich zu der quirligen Pippi. Auch ich bin absolut zufrieden.“

Frau von Stroh schaut begeistert unter ihrer Krempe hervor.

„Das hört sich wunderbar an. Da habe ich ja wirklich eine Menge verpasst. Jetzt bin ich gespannt, was ich in diesem Sommer alles erleben werde.“

„Wir drücken dir die Daumen!“, antworten Rosa und Blaumann wie aus einem Mund.

Die drei „Deckel“ beschlossen noch am selben Morgen, beste Freunde für immer zu sein.

Seitdem hängen sie friedlich nebeneinander an der Garderobe und freuen sich auf jeden neuen Tag bei Pippi und Balu.

Und wer morgens ganz genau hinhört, kann manchmal ein leises Kichern, ein gemütliches Brummen und ein sanftes Rascheln vernehmen. Aber pssst ... dieses Geheimnis kennen nur Pippi, Balu und die drei „Deckel“.


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Donnerstag, 25. Juni 2026

Sommer


 

Flirrende Hitze 
Füße ruhen kühl im Nass
Sommer auf Balkonien
                                  P.B.-Kn.
   



Mittwoch, 24. Juni 2026

Herzensmomente

Manche Souvenirs sind klein. Die Erinnerungen dahinter sind es nicht. 🌿

 


Souvenirs
klein, liebevoll
Fundstücke voller Geschichten
gesammelt für mein Erinnerungsschatzkästchen
Herzensmomente


Manche Mitbringsel sind klein und unscheinbar. Und doch bewahren sie etwas Kostbares: Erinnerungen an besondere Orte, an schöne Tage und an Augenblicke, die geblieben sind.

So wächst im Laufe der Jahre mein ganz persönliches Erinnerungsschatzkästchen. Jedes Souvenir erzählt seine eigene Geschichte und lässt ein Stück Sommer, Meer und Reiseglück wieder aufleben.

Die kleine Kirche aus Tropea in Italien erinnert mich an einen heißen Sommertag. Mein jüngster Sohn und ich wollten unbedingt hinauf zur Kirche auf dem Hügel. In der glühenden Mittagshitze machten wir uns auf den Weg – ohne Wasser dabei zu haben. Als wäre das nicht genug gewesen, hatte mein Sohn auch noch fürchterlichen Muskelkater. Heute können wir darüber lachen. Und seit er als Backpacker für einige Zeit in Australien unterwegs ist, ist diese Erinnerung für mich noch kostbarer geworden. Sie erzählt von gemeinsamer Zeit, von kleinen Abenteuern und von einem Sommertag, den ich gerne in meinem Herzen bewahre.

Die Schildkröte aus Amalfi kam während einer ganz besonderen Reise zu uns. Zu unserem 30. Hochzeitstag verbrachten mein Mann und ich unseren Urlaub in Sorrent. Von dort aus ging es mit der Fähre nach Amalfi. Das Fährticket wollte ich ganz mutig auf Italienisch kaufen. Mit ein paar englischen Worten und etwas gutem Willen klappte es schließlich doch. Die kleine Schildkröte erinnert mich bis heute an diesen besonderen Urlaub und an dreißig gemeinsame Ehejahre.

Die jüngste Erinnerung in meiner Sammlung ist die Schneekugel aus Luxemburg. Der Besuch verschiedener Weihnachtsmärkte ist bei uns zu einer schönen Tradition geworden. Im vergangenen Jahr waren wir zu dritt unterwegs: mein ältester Sohn, mein Mann und ich. Eigentlich ging es mir gar nicht gut. Mein Rücken machte mir zu schaffen, dazu war es kalt und regnerisch. Mit Schmerztabletten und einer Portion Durchhaltewillen wollte ich trotzdem unbedingt mitfahren. Und trotz allem wurde es ein wunderschöner Tag. Gemeinsam über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, die Lichter zu genießen und einfach Zeit miteinander zu verbringen – das sind die Momente, die bleiben. Deshalb hat die kleine Schneekugel einen ganz besonderen Platz in meinem Erinnerungsschatzkästchen.

Wenn ich diese kleinen Schätze betrachte, sehe ich nicht nur Tropea, Amalfi oder Luxemburg. Ich sehe gemeinsame Zeit, kleine Abenteuer und Momente, die geblieben sind. Vielleicht sind es gerade diese Erinnerungen, die aus kleinen Souvenirs große Schätze machen. 🌿✨

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Sonntag, 21. Juni 2026

Das Wort geht auf Reisen

 


Ein Kreis schließt sich


Mit einem Bild fing alles an. Damals malte ich einen Superhund. Aus diesem Bild entstanden Geschichten und Gedanken. Das Bild selbst ist im Laufe der Jahre verschwunden, aber die Freude am Erzählen ist geblieben.


Heute ist aus meinen Geschichten wieder ein Bild entstanden.


Und das kam so.


Gestern Nachmittag geschah etwas Schönes. Während ich von meinen Geschichten erzählte, nahm eine Mit-Ausstellerin Stifte zur Hand und begann zu zeichnen. Farben, Blumen und Worte fanden ihren Weg aufs Papier. Als sie fertig war, lächelte sie und sagte: „Das Bunte passt zu Ihnen.“


Vielleicht hat sie recht. Denn Worte gehen auf Reisen. Und manchmal kehren sie als Begegnung, als Bild oder als Erinnerung zu uns zurück.


Und zuhause hat das Bild seinen Platz gefunden.


„Das Wort geht auf Reisen“ – und findet seinen Platz zuhause an meiner Pinnwand. ❤️


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Donnerstag, 18. Juni 2026

....und dann fühle ich mich zuhause

Anlässlich der Ausstellung „Heimatklänge“ möchte ich heute erzählen, warum ich schreibe, wie alles begann und warum Papier, Bleistift und Geschichten für mich ein Stück Heimat geworden sind. 


Ja, da stehe ich neben der Vitrine, in der meine literarischen Arbeiten ausgestellt sind.

Die Ausstellung wird von der Kultursparte der Karlskirche veranstaltet und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Heimatklänge“. Acht Vitrinen beschäftigen sich mit dem Thema „…dann fühle ich mich zuhause.“

Menschen aller Generationen waren eingeladen, ihre eigene Vitrine zu gestalten. Auch der Nachbarschaftstreff Goethesalon ist beteiligt – zwei weitere Frauen und meine Wenigkeit.

So viel vorweg.

Heute möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, warum ich schreibe und wie alles begann.

Ich fühle mich zuhause zwischen Papier und Bleistift, Geschichten und Gedichten. Wenn ich schreibe, wird es still um mich herum. Dann fühle ich mich angekommen.

Angefangen hat alles in meiner Kindheit. Schon damals habe ich Geschichten erfunden und erzählt. Heute halte ich sie auf Papier fest. Mit dem eigentlichen Schreiben habe ich allerdings erst sehr spät begonnen. Davor kam irgendwie immer das Leben dazwischen.

Das erste Samenkorn war ein Bild, das ich gemalt hatte – der „Superhund“. Ihn habe ich erfunden, um meine Söhne bei den Hausaufgaben zu motivieren und zu unterstützen. Viel später entstanden daraus die Geschichten von Glückshausen.

Zum eigentlichen Schreiben fand ich durch die Teilnahme an einem Schreibworkshop im Bergkloster Bestwig. Danach erstellte ich meinen ersten Blog. Anfangs schrieb ich dort ganz normale Beiträge über meinen Alltag. Später kam ein weiterer Blog hinzu: das „Literarische Schatzkästchen“, heute „Zwischenräume“. Dort finden meine Geschichten und Gedichte ihren Platz, viele davon mit autobiografischen Spuren.

Und wieder kam das Leben dazwischen. Das Schreiben lag lange Zeit brach.

Anfang dieses Jahres nahm ich an einem Kurzworkshop zum Thema Schreiben teil. Seitdem hat es mich wieder gepackt.

Mein Schreiben hat sich verändert. In den Geschichten von Pippi und Frida erzähle ich von den zwei Seiten in mir. Als typische Zwillinge und Scannerpersönlichkeit geht es in meinem Kopf oft bunt und lebhaft zu. Zum Glück gibt es auch die Stimme, die mich liebevoll wieder erdet.

Pippi und Frida eben. 😊

Nach Jahren, in denen mein wahres Ich unter Tonnen von Disziplin, Vernunft, Anpassung, Regeln und Vorschriften verschüttet war, ist es endlich wieder aufgetaucht.

Mein Schreiben ist lebendiger und freier geworden. Ich habe neue Gedichtformen entdeckt und muss nicht mehr dem Mainstream folgen.Jetzt zeigt Pippi, das Küstenkind, endlich wieder ihr ursprüngliches Ich.



Und genau dort, zwischen Papier und Bleistift, zwischen Geschichten und Gedichten, zwischen Pippi und Frida …

… da fühle ich mich zuhause.

Danke an alle, die meine Texte lesen, mich begleiten und mich auf meinem Weg ermutigen. Es ist schön, dass aus vielen kleinen Samenkörnern mit der Zeit etwas wachsen durfte.


Samstag, 13. Juni 2026

Sommerpause





 

 Pippi und Frida haben sich einen Strandkorb gesucht.


Nach vielen Geschichten, Abenteuern, Cafébesuchen und Urlaubserinnerungen wird es hier nun etwas ruhiger.

Die beiden machen Sommerferien und genießen den Blick aufs Meer.

Vielleicht gibt es in den nächsten Wochen stattdessen ein paar Gedichte, lose Gedanken oder kleine Augenblicke, die festgehalten werden möchten.

Und wer Pippi und Frida kennt, weiß:
Ganz verschwinden werden sie vermutlich nicht. 🌊☀️

Habt einen wunderbaren Sommer.

Bis bald 
Pippi, Frida und das Küstenkind 🌊⚓️