Pippi und Frida
Manche Begegnungen im Leben werden zu kleinen Ritualen.Zu festen Momenten in der Woche, die einem vertraut sind – wie eine gute Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen im Lieblingscafé.
Nach dem letzten Beitrag habe ich beschlossen:
Die beiden Frauen werdet ihr jetzt jede Woche treffen.
Sie haben noch so viel zu erzählen.
Doch wer sind diese beiden eigentlich –
die da zusammen im Café „Chez Malou“ sitzen und über das Leben nachdenken?
Da ist Pippi – das bin ich.
Mitte sechzig, mit ergrautem Haar und ein paar treuen Zipperlein, die sich im Laufe der Jahre dazugesellt haben.
Mein Vorbild ist meine Namensvetterin aus Schweden.
So mutig wie sie bin ich allerdings nicht immer.
Aber ich gehe mit wachen Augen durchs Leben,
bin neugierig geblieben und habe einen feinen, leisen Humor.
Früher habe ich den Familienalltag gemanagt:
organisiert, geplant, aufgepasst.
Dieses „Erdmännchen-Gefühl“ habe ich manchmal heute noch –
immer wachsam, immer ein bisschen auf der Hut.
Doch ich bin ruhiger geworden.
Ich beobachte viel, denke viel nach –
und entdecke immer wieder die kleinen Zwischenräume des Lebens.
Und Frida?
Frida ist meine beste Freundin.
Sie ist die ruhigere von uns beiden,
mit ihrer sanften Art und einem klaren Blick auf die Welt.
Oft bringt sie mich mit einem einzigen Satz wieder ins Gleichgewicht,
wenn ich mich in meinen Gedanken verliere.
Frida lacht gern – meist leise.
Manchmal hebt sie nur eine Augenbraue und ich weiß sofort, was sie meint.
Ihr Lebensmotto lautet:
„Nimm das Leben nicht zu ernst.“
Das Café „Chez Malou“ ist unsere kleine Schaltzentrale.
Bei Kaffee und Kuchen beobachten wir die Menschen draußen,
wie sie an unserem Fenster vorbeihasten.
So entstehen unsere Gespräche –
über früher, über heute
und über all die Dinge dazwischen.
Wir würden uns freuen,
wenn ihr uns ab und zu an unserem Tisch begleitet.
Vielleicht erkennt ihr euch ja in dem einen oder anderen Gedanken wieder.
Vorschau
Nächste Woche sitzen Pippi und Frida wieder im „Chez Malou“.
Und diesmal geht es um die Sache mit der Zeit.
Bis nächste Woche im Café „Chez Malou“.
Vielleicht ist ja noch ein Stuhl frei an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.

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Schön,das ihr mich besucht habt.Ich freue mich über nette Worte,Neider und Nörgler bitte schweigen.