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Mittwoch, 28. Oktober 2026

Tilla

 


Die Begegnung auf der Lichtung

​Auf dem Weg aus dem Dschungel trottete Tilla langsam voran. Die Tränen brannten noch auf ihren Wangen, und in ihrem Kopf drehte sich unaufhörlich das Gedankenkarussell:

​War es richtig, einfach wegzulaufen? Wie wird Mutter Asta reagieren? Ich will doch nur verstehen, warum ich so bin, wie ich bin – und warum Asta mich nicht einfach so akzeptieren kann.

​Asta hatte selbst ihre ganz eigenen, starren Regeln. „Punkt 12:30 Uhr – gleich zupft Asta Lianen und richtet sie an. Wehe, Tilla ist nicht pünktlich!“, spotteten die anderen Elefanten manchmal heimlich. Tilla liebte ihre Mutter, aber dieses ständige Nicht-Genügen war einfach zu schwer geworden.

​Plötzlich knackte ein Ast, und ein dunkler Schatten trat vor sie. Erschrocken stolperte Tilla einen Schritt zurück und beinahe über eine Liane.

​„Na, hoppla, kleine Dame, was machst du denn hier?“, sagte eine tiefe Stimme zu ihr.

​Tilla blickte erschrocken auf und stotterte vor sich hin.

​„Ja, ganz ruhig, ganz ruhig“, sagte die Stimme wieder.

​Tilla guckte noch mal – und noch mal. Das glaube ich jetzt nicht, murmelte sie vor sich hin.

​„Erst einmal glaube ich, ich stelle mich mal vor: Also, ich heiße Milan und ich wohne eigentlich hier auf dieser Lichtung. Du bist nämlich schon auf einer Lichtung gelandet. Guck doch mal vor dich hin! Wer bist du denn eigentlich?“

​„Ich bin die Tilla ... bin ich. Ich heiße Tilla“, murmelte Tilla, immer noch ganz verwirrt.

​„Aha, du bist also Tilla. Ja, und was führt dich in diese schöne Gegend?“

​„Ich bin weggelaufen.“

​„So, so.“ Milan schmunzelte ein wenig. „Weggelaufen bist du also. Na ja, dann komm erst mal mit mir mit.“

​Die beiden gingen eine Weile stumm nebeneinander her. Tilla musterte Milan immer wieder verstohlen. Das gibt's doch gar nicht, dachte sie bei sich. Der ist ja genauso bunt wie ich! Zwar nicht ganz so, aber er sieht mir ja fast ähnlich.

​Und tatsächlich: Milan sah ein bisschen so aus wie sie. Nicht ganz so bunt, aber doch auch nicht so, wie man sich normalerweise einen Hirsch vorstellt. Er hatte verschiedene braune, goldene und orange Streifen und wirkte damit sehr majestätisch und hübsch.

​Irgendwann blieb Milan stehen. „So, hier wären wir erst einmal.“

​Tilla blickte sich verwundert um. Das sah hier ganz anders aus als in ihrer Heimat. Es war zwar immer noch ein Wald, aber nicht so hoch und verworren wie der Dschungel, aus dem sie kam. Es waren mehr kleine, knochige Bäume, an denen zarte, bunte Blütenranken emporwuchsen. In der Mitte lag eine ganz hübsche Lichtung, über die ein sanfter, warmer Goldschimmer lag. Tilla meinte sogar, von Ferne schon das Meeresrauschen zu hören.

​Na ja, ich warte einfach mal ab, sagte sich Tilla.

​„So“, meinte Milan, während sein Fell im warmen Licht und zwischen den Blüten zart golden schimmerte, „jetzt möchte ich aber zu gerne deine Geschichte hören. Warum bist du weggelaufen? Ich kann es mir zwar schon ungefähr denken, aber ich würde es gerne von dir hören.“

​Tilla atmete tief durch. „Ja, also das ist so: Ich bin kein normaler Elefant. Ich bin anders als die anderen. Und die anderen Elefanten ... ja, ich weiß nicht, ob die mich so richtig mögen. Ich erzähle ja immer Geschichten und ...“

​„Moment, Moment“, unterbrach Milan sanft. „Das hört sich alles noch sehr verworren an. Fang bitte noch mal ganz von vorne an. Ich verstehe ja gar kein Wort.“

​„Also noch mal: Ich heiße Tilla und ich bin ein Elefant. Aber eigentlich bin ich auch kein richtiger Elefant, weil ich bunt bin und Elefanten nun mal grau sind. Und meine Mama, die Asta, findet das gar nicht gut. Ich weiß zwar auch nicht, warum sie das nicht gut findet, aber sie mag mich einfach nicht so, wie ich bin. Und ja ... dann erzähle ich eben auch zu gerne Geschichten. Die anderen Elefanten mögen das eigentlich, aber Asta mag das gar nicht und schimpft immer mit mir. Und außerdem bin ich auch ziemlich empfindlich. Ich reagiere immer ganz schnell auf alles Mögliche und fange dann an zu weinen ... ach, ich weiß auch nicht. Mir ist das gerade alles zu viel. Deswegen bin ich weggelaufen. Ich will einfach herausfinden, wer ich eigentlich bin. Und dazu möchte ich ans Meer. Am Meer sollen nämlich die weisen Meerjungfrauen leben – da will ich auf jeden Fall hin!“

​Milan guckte erst mal ziemlich verdutzt vor sich hin. Dann fing er an zu schmunzeln.

​„Ja, so was in der Art habe ich mir fast gedacht. Denn guck mich doch mal an! Sehe ich aus wie ein normaler Hirsch? Überhaupt nicht. Schau dir meine Streifen an – braun, orange und dazu dieser schicke gelbe Streifen. Ich sage ja immer, ich trage den goldenen Gürtel. Das hört sich gut an und gibt mir irgendwie so einen majestätischen Touch.“

​Milan grinste kurz, wirkte dabei aber ganz und gar nicht überheblich, sondern einfach nur versöhnt mit sich selbst.

​„Weißt du, Tilla, mir macht das schon lange nichts mehr aus, dass ich anders bin. Aber wie ich das geschafft habe? Um ehrlich zu sein... ich weiß es selbst nicht mehr so genau. Es war ein langer Weg. Aber deine Frage ist verdammt gut. Warum sind wir eigentlich so? Keine Ahnung. Aber die weisen Meerjungfrauen, die wissen das vielleicht! Einen Versuch ist es wert, sie zu fragen. Und weißt du was? Ich begleite dich. Das Meer ist gar nicht mehr so weit weg, das schaffen wir locker an einem Tag. Aber jetzt wird es bald dunkel, und im Dunkeln rumzulaufen hat keinen Zweck. Wer weiß, ob die Meerjungfrauen nicht längst schlafen. Wir bleiben jetzt erst mal hier, machen uns einen gemütlichen Abend, und morgen früh wandern wir gemeinsam los.“

​Und während sich die Dunkelheit sanft über die lichtdurchflutete Blütenoase legte, wusste Tilla zum ersten Mal seit Langem, dass sie nicht mehr allein war. 


Treffen Tilla und Milan auf die Meerjungfrauen.Oder kommt es vielleicht ganz anders?????

Seid gespannt auf Teil 3.


Samstag, 24. Oktober 2026

Goldmomente - Wochenrückblick KW 43


Kleine Goldsplitter im Grau

​Die vorletzte Oktoberwoche liegt hinter mir – und ich bin ehrlich gesagt froh, dass sie vorbei ist.

​Es war eine überwiegend graue und verhangene Woche. Vieles verlief nicht so wie geplant, und psychisch wie körperlich war ich etwas angeschlagen. Tja, das Leben halt. 🤷‍♂️

​Doch etwas hat mich durch diese Woche getragen: Kurioserweise ein Satz aus meiner Kindheit und Jugend, den uns meine Mutter immer vorgebetet hat: „Reiß dich mal zusammen.“ Oh, wie habe ich diesen Satz damals gehasst! Doch mittlerweile ist er für mich zu einem echten Rettungsanker geworden.

​So ist es mir gelungen, wenn schon keine riesigen Goldmomente zu sammeln, so doch viele kleine Goldsplitter: Ich habe mich aufgerafft und war zweimal beim Sport – sogar einmal in der Sauna! Und beim Kaffeenachmittag in der Goethe 15 konnte ich wunderbare Gespräche mit zwei lieben Bekannten führen.

​Am Freitag bin ich zwar mit Schwindel aufgewacht und fühlte mich zerschlagen, aber ich habe trotzdem einen Termin wahrgenommen und bin einkaufen gegangen. Dank meines Rollators bin ich sogar eine Strecke zu Fuß gelaufen – frische Luft tut schließlich immer gut.

​Ich bin wirklich stolz, die ganze Woche durchgehalten zu haben. Im Rückblick erscheint vieles doch gar nicht so düster, wie es im ersten Moment wirkte.

​Ich werde jetzt auch diese Woche dankbar ins Schatzkästchen der Erinnerungen legen. Nun lasse ich sie los, atme tief durch und bin gespannt auf die letzte Oktoberwoche.


Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn dir meine Gedanken ,Geschichten  und Bilder gefallen, freue ich mich, wenn du meinem Blo

Sonntag, 18. Oktober 2026

Goldmomente-Wochenrückblick KW 42


 

Von Mut, heiterem Herbstwetter und neuen Wegen

​Eine weitere Woche zieht wie im Fluge vorbei. Wenn ich sie beschreiben müsste? Ich würde sagen: Heiter bis wolkig – eben richtig herbstlich.

​Es gab in den letzten Tagen Momente in ganz verschiedenen Schattierungen: ein paar dunklere, einige bronzene, manche silberne… aber eben auch jene besonderen Goldmomente, die heller leuchten als alles andere. Und es gab endlich auch wieder Zeit zum Durchatmen.

​Mein persönliches Highlight: Raus aus der Komfortzone!

​Mein größter Goldmoment dieser Woche hatte ganz viel mit Mut zu tun. Nun könnte man meinen: Ach, Zugfahren ist doch nichts Besonderes! Für mich war es das diesmal aber schon. Denn ich habe meine allererste Zugfahrt mit dem Rollator gewagt.

​Lange Zeit habe ich mich gewehrt. „Nein danke, Rollator ist nichts für mich, ich nehme lieber die Stöcke!“, habe ich immer gesagt. Doch der Zahn der Zeit nagt nun mal an uns allen, und man wird ja nicht jünger. Irgendwann habe ich mich entschlossen, ihn doch zu aktivieren – erst nur für kleine Einkäufe, dann für den Weg in die Stadtbücherei. 

Und schließlich gab mir mein Sohn den entscheidenden Anstoß: 

„Mama, warum nimmst du ihn nicht mit? Da kannst du zwischendurch sitzen, das ist doch viel bequemer für dich!“

​Gesagt, getan! Ein bisschen Aufregung war natürlich dabei: Klappt das im Zug? Wo finde ich einen Platz?

​Aber was soll ich sagen? Es hat wunderbar geklappt! Im Mehrzweckabteil gab es viel Platz, die Aufzüge an den Bahnhöfen funktionierten und auch die anschließende Busfahrt lief wie am Schnürchen.

​Goldener Oktober im Tierpark Hamm

​



Unser Ziel war der Tierpark in Hamm – ein perfekter Treffpunkt auf halber Strecke zwischen Köln (wo mein Sohn wohnt) und Kassel. Mein Mann konnte wegen eines unverhofften Termins mit den Heizungsablesern leider kurzfristig nicht mitkommen, aber mein Sohn und ich haben das Beste daraus gemacht und einen rundum wunderschönen Mutter-Sohn-Tag verlebt.

​Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter: Goldener Oktober pur! Der Sonnenschein war herrlich, und die kühle Herbstluft tat der guten Laune keinen Abbruch. Wir haben tief durchgeatmet, wunderbare Gespräche geführt, viel gelacht und reichlich Sonnenstrahlen gesammelt.

​Und mein Rollator? Der hat nicht nur treue Dienste als Wegbegleiter geleistet, sondern wurde spontan auch noch zu unserem Picknicktisch umfunktioniert. Praktischer geht es doch kaum!

​Mein Fazit für diese Woche

​Es braucht manchmal ein kleines bisschen Mut, alte Denkmuster loszulassen und neue Wege auszuprobieren. Die Belohnung dafür war ein rundum gelungener Herbsttag voller Wärme und Leichtigkeit.

​Nun lasse ich die Woche dankbar los und packe viele Goldmomente ins Schatzkästchen der Erinnerungen. Ich bin gespannt auf die kommende Woche und welche Goldmomente mir wohl über den Weg laufen werden.

​Ich sage Tschüss und bis bald!



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Montag, 28. September 2026

Bildgedanken zum Monatsende


September 
heiter,wolkig
rund und bunt
weiter auf dem Weg 
Wandel


Wieder neigt sich ein Monat dem Ende zu.
Ich blicke dankbar zurück und packe viele schöne Momente ins Schatzkästchen der Erinnerungen. 
Alles Schwere und Negative lasse ich mit den Wolken davon ziehen. 

So war er,mein September. 



 

Jetzt sage ich Tschüss September und freue mich auf den goldenen Oktober. 



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Samstag, 26. September 2026

Sonnenstrahlen

 



Wochenrückblick KW 39
Willkommen in den kleinen Pausen dieser Woche.
Diese Woche war doch überwiegend heiter – sowohl von der Stimmung als auch vom Wetter. ☀️
Folgende Sonnenstrahlen haben diese Woche erhellt und sind ins Schatzkästchen der Erinnerungen gewandert:


☀️ Auszeit in Bad Sassendorf

Abschalten • Luftveränderung • Gespräche • Lachen • Blödsinn machen • Schaukeln • Barfußpfad • am Gradierwerk vom Meer träumen • gutes Essen • Spaziergänge

☀️ Pediküre



Me-Time • Entspannung • Whirlpool für die Füße • Fußmassage • Gespräche • Lachen • wie auf Wolken schweben



☀️ Entspannung in der Bücherei mit Cappuccino




Abschalten • in eine andere Welt eintauchen • stöbern • schmökern • Cappuccino • Inspiration • Entspannung


Oft sind es genau diese kleinen Momente, die Kraft geben und uns durch die Woche tragen.

Jetzt lasse ich die Woche los, genieße das erste Herbstwochenende und bin gespannt auf die nächste Woche.

Ich wünsche euch allen ein buntes Wochenende. 🍂🍁🌈



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Samstag, 12. September 2026

Sonnenstrahlen


 

Sonnenstrahlen – Wochenrückblick KW 37

Willkommen in den kleinen Pausen dieser Woche.

Hier sind meine Sonnenstrahlen – jene kleinen Momente, die immer wieder durch die dunklen Wolken geschaut haben.

☀️ Familienzeit

Das letzte Wochenende war etwas ganz Besonderes für mich. Unser „kölsche Jung“ Sebastian war spontan zu Besuch gekommen. Und am Sonntag haben wir alle noch mit Lenny, dem Backpacker, per Video-Call gesprochen. Zurzeit sind er und seine Freundin in Australien.

Hier kann man bei Interesse mehr erfahren.

Für mich als Familienmensch war das ein echtes Highlight. Mal wieder, nach langer Zeit, kurz beide Söhne um mich zu haben – das hat einfach gutgetan.

☀️ Endlich kompetente Hilfe für Sebastian

Unser großer Sohn Sebastian, er ist Autist, bekommt nach jahrelangem Kampf endlich die Hilfe, die er benötigt.

Nun hat er ein wunderbares Netzwerk aus Fachleuten gefunden, die hervorragende Arbeit leisten und ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Besonders für ihn, aber auch für uns als Eltern, ist das eine enorme Erleichterung.

Natürlich war und ist man als Eltern immer für sein Kind da. Doch vieles können Fachleute einfach besser – und sie erreichen manchmal auch mehr.

☀️ Konzert in GoethesPostamd

Gestern Abend waren wir bei einem fantastischen Konzert der regionalen Band „Mukkefuk Orkestra“.

Ihr Repertoire reicht vom Balkan bis nach Südamerika und in die Karibik. Kurz gesagt: lebendige Weltmusik mit tanzbaren Rhythmen.

Sie selbst beschreiben ihre Musik als „frisch aufgebrachten Hörgenuss, der in Füße geht“.

Und genau so war es auch.

Ich habe für ein paar Stunden die Welt draußen gelassen und beschwingt das Tanzbein geschwungen.

Die Musik hat mich in eine Welt voller Geheimnisse geführt. In meinem Kopf entstanden Bilder von Karawanen, die durch die Wüste zogen, Beduinenzelten und dem geschäftigen Treiben in den Souks.

Balu meinte: „Na, da hat Pippi bestimmt Frida was zu schreiben.“ 🙈

Tja, wer weiß … 😉

Auf jeden Fall war es ein Abend, der noch lange nachklingt.


Jetzt werde ich auch diese besonderen Sonnenstrahlen in meinem Schatzkästchen der Erinnerungen aufbewahren.

Dankbar, zufrieden und glücklich lasse ich die Woche los und genieße das Wochenende.

Welche kleinen Sonnenstrahlen haben deine Woche erhellt?

Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon!

Herzlich

Pippilotta 🙋‍♀️🤍




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Freitag, 11. September 2026

Morgengruß

 




Heute auch für die Bloggerwelt ein lieber Morgengruß.

Ich wünsche euch allen einen zauberhaften und kunterbunten Freitag.

Herzlich
Pippilotta 🙋‍♀️🤍



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