Mittwoch, 15. April 2026
Samstag, 11. April 2026
Die rote Hose
Mittwoch, 8. April 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Freitag, 3. April 2026
Karfreitag
Innehalten
Ein Tuch.
Ein Kreuz.
Ein stilles Licht.
Mehr braucht es heute nicht.
Karfreitag ist kein lauter Tag.
Er bleibt leise – und wirkt gerade dort.
Nicht alles wenden.
Nicht gleich das Helle suchen.
Einen Moment bleiben.
Ein schwarzes Band.
Ein stiller Gedanke.
Und irgendwo dazwischen
ein leises Vertrauen.
Innehalten.
Mittwoch, 1. April 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Pippi und Frida – die Sache mit der Geduld
Mittwochnachmittag im Café „Chez Malou“.Pippi hatte Besuch vom Erdmännchen –und wie das so ist, wenn es auftaucht:Es möchte alles am liebsten schon zu vorgestern.Daraus entwickelt sich ein Gesprächüber die Sache mit der Geduld.
Zeit für ein Gespräch zwischen Pippi und Frida.
Es ist ein herrlicher Frühlingstag.Die Sonne lacht vom Himmel, Vögel singen.Selbst Maurice summt fröhlich vor sich hin.„Bonjour, Frida. Pippi noch nicht da?“
„Nein“, antwortet Frida, „sie wird wohl gleich kommen.Aber wissen Sie was, Maurice – bringen Sie uns ruhig schon Kaffee und Kuchen.“Sie macht eine kleine Pause und lächelt verschmitzt.„Für mich heute auch Latte Macchiato und ein Erdbeertörtchen.“
„Bien sûr, Madame“, erwidert Maurice und verschwindet Richtung Theke.
Da bimmelt das kleine Glöckchen –und Pippi erscheint in der Tür.Missmutig und leicht genervt steuert sie auf Frida zu.„Also ich habe die Nase voll, mir reicht es.Eine halbe Stunde stand ich vor dem Kleiderschrank und…“
„Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir, liebe Pippi.Setz dich erst einmal hin“, sagt Frida seelenruhig.„Was gibt es denn heute wieder?Ich glaube, das Erdmännchen ist im Moment Dauergast.“
Inzwischen hat Maurice die Bestellung gebracht:zwei Latte Macchiato und zwei Erdbeertörtchen.Pippi schnappt nach Luft.„Maurice, meinen Kuchen können Sie gleich wieder mitnehmen.“
Frida hebt eine Augenbraue.„Nein, lassen Sie ihn bitte da“, sagt sie freundlich.Dann sieht sie Pippi ruhig an.„Sag mal, was ist denn in dich gefahren?“
Pippi seufzt und lässt sich auf den Stuhl fallen.„Ach, ich bin es so leid.Ich habe vorhin zig Hosen anprobiert – und alle kneifen.Da mache ich seit vier Wochen wieder WW,schreibe alles auf, mache Sport, schlafe regelmäßig…und was passiert?Nix. Nada. Niente. Null.Kein Gramm weniger.Seit Jahren quäle ich mich ab –was ich nicht schon alles probiert habe…Ja ja, ich weiß – ich soll Geduld haben.Aber Geduld war noch nie meine Stärke.Wenn ich ehrlich bin, finde ich sie ziemlich überbewertet.“
Sie nimmt einen Schluck Kaffeeund schielt sehnsüchtig auf das Erdbeertörtchen.
Frida trinkt ebenfalls einen Schluckund nimmt ganz genüsslich ein Stück von ihrem Törtchen.Dann hebt sie leicht die Augenbraue und sagt ruhig:„Vielleicht ist genau das der Punkt, Pippi.Du bist einfach zu ungeduldig – und zu streng mit dir selbst.Versuch doch mal, es nicht so verbissen zu sehen.In unserem Alter geht manches langsamer.Mein Motto ist:Alles in Maßen – nicht in Massen.Und jetzt iss dein Erdbeertörtchen.“
Dann fügt sie lächelnd hinzu:„Außerdem wird das Gras nicht schneller grün, wenn man daran zieht.“
Pippi schaut sie erst leicht erbost an –dann muss sie schmunzeln.Und isst ihr Erdbeertörtchen.Weil sie es kann.
Im Café erklingt leise Musik.Edith Piaf singt:„Non, je ne regrette rien.“Draußen geht das Leben weiter.Menschen eilen vorbei –kleine, große, schlanke, mollige, elegante, lässige, junge, alte…
Pippi lauscht der Musik und denkt:Passendes Lied…Nein – ich bereue eigentlich nichts.Ja… loslassen.Neu anfangen.Das Leben genießen.Das Gewicht ist nur eine Zahl.Es sagt nichts über meinen Wert als Mensch aus.
Sie schaut zu Frida und nimmt ihre Hand.„Weißt du… du hast recht.Ich sollte wohl wirklich etwas geduldiger werden –und weniger perfektionistisch.Und das Leben einfach leichter nehmen.“
Frida lächelt.„Ja, Pippi. Gute Idee.Denk an dein Vorbild aus Schweden –der war es bestimmt egal, ob die Hose etwas zu eng war.Sie hätte sich einfach eine neue gekauft.“Dann fügt sie schmunzelnd hinzu:„Und es gibt ein arabisches Sprichwort:Geduld und Humor sind zwei Kamele,die dich sicher durch die Wüste tragen.“Da müssen beide lachen.
Pippi winkt Maurice zu.„Zwei Prosecco, bitte.“
Frida schaut sie fragend an.Pippi lächelt verschmitzt.„Ich fange jetzt sofort an –mit Geduld und Leichtigkeit.Wir trinken darauf.“
Frida schüttelt lachend den Kopf"Mensch Pippi, du bist eine Marke. "
Wir stoßen an, genießen noch einen Moment die Leichtigkeit und verlassen schließlich beschwingt das Café.Madame Malou steht an der Theke, schaut uns nach, lächelt versonnen und denkt:„Je ne regrette rien.“
Bis nächste Woche im Café "Chez Malou ".Vielleicht treffen wir uns dort und ihr nehmt Platz an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.
Freitag, 27. März 2026
Morgen
Mittwoch, 25. März 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Sonntag, 22. März 2026
Ein kleiner Zwischenraum zum Frühling
Mittwoch, 18. März 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Freitag, 13. März 2026
Pippi und Frida
![]() |
| Pippi und Frida – lachend unterwegs im poppigen Cabriolet. |
Mittwoch, 11. März 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Pippi und Frida – Die Sache mit der Zeit
Ein ganz normaler Mittwochnachmittag im Café „Chez Malou“.
Doch heute ist Pippi zu spät – und plötzlich geht es um eine Frage, die viele von uns beschäftigt: Läuft uns die Zeit davon?
Mittwochnachmittag im Café „Chez Malou“.
Zeit für ein Gespräch zwischen Pippi und Frida.
Normalerweise sitzt Pippi als Erste an dem kleinen Tisch am Fenster. Doch heute ist Frida die Erste. Sie beobachtet die vorbeihastenden Menschen und hält Ausschau nach Pippi.
„Nanu“, denkt sie. „Wo bleibt Pippi heute?“
Da sieht sie Pippi schnellen Schrittes heraneilen. Wenige Augenblicke später lasse ich mich schwer atmend auf den Stuhl sinken.
„Die Zeit, die Zeit!“, japse ich.
Frida hebt eine Augenbraue und sieht mich fragend an.
Bevor ich antworten kann, stellt Maurice, der junge, nette Kellner, unsere übliche Bestellung auf den Tisch: Kaffee und Éclair mit Pistaziencreme.
Ich trinke einen großen Schluck Kaffee und lege los:
„Frida, mir ist die Zeit davongelaufen. Das geht mir heute schon den ganzen Tag so. Ich glaube, jemand hat die Uhr manipuliert. Überhaupt habe ich das Gefühl, die Zeit vergeht immer schneller. Was meinst du?“
Beide schweigen erst einmal und widmen sich ihrem Kaffee und dem Éclair.
Dann lächelt Frida und antwortet:
„Ach Pippi, vielleicht rennt dir die Zeit gar nicht davon. Ich glaube, das Erdmännchen war heute mal wieder zu Besuch. Du wolltest überall und nirgends sein.“
Ich rühre nachdenklich in meinem Kaffee.
„Na ja, vielleicht auch ein bisschen“, erwidere ich schmunzelnd.
„Doch schau mal, Frida: Je älter ich werde, umso weniger Zeit bleibt mir. Und ich werde immer langsamer. Früher bin ich morgens aufgestanden und zack – ging’s los. Frühstück machen, die drei Männer wecken, Brotdosen packen und, und, und.
Heute… heute brauche ich allein eine Ewigkeit, bis ich eine einzige Sache erledigt habe.“
Frida hebt wieder ihre Augenbraue.
„Pippi, Pippi, du wieder. Das ist doch das Gute am Älterwerden. Wir haben jetzt Zeit. Uns hetzt niemand mehr. Also ich habe manchmal mehr Zeit, als mir lieb ist.“
Beide hängen einen Moment ihren Gedanken nach.
Plötzlich muss ich lächeln.
„Mensch Frida, du bist die Beste. Hast es wieder auf den Punkt gebracht. Früher habe ich gejammert, wie voll mein Terminkalender war und wie wenig Zeit ich hatte. Jetzt jammere ich, dass mir die Zeit davonläuft, weil ich mich immer noch nicht so richtig mit dem Älterwerden angefreundet habe.“
Frida lächelt ebenfalls.
„Ja Pippi, das bist du. Und weißt du was? Ab sofort behandeln wir die Zeit wie ein kostbares Luxusgut. Wir genießen jede einzelne Sekunde.
Um es mit Seneca zu sagen:
Wir haben nicht zu wenig Zeit – wir vergeuden zu viel.“
Ich nicke zustimmend.
Frida hebt ihre Kaffeetasse und nickt ebenfalls.
Ich lehne mich zurück.
Draußen eilt ein Mann vorbei. Eine Aktentasche in der Hand, das Handy am Ohr.
In mir drinnen verspüre ich eine tiefe Dankbarkeit.
Ja, da ist wirklich eine schöne Seite des Älterwerdens:
Zeit zu haben.
Zeit für die Zwischenräume des Lebens.
Bis nächste Woche im Café „Chez Malou“.
Vielleicht treffen wir uns dort und ihr nehmt Platz an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.
Sonntag, 8. März 2026
Zum Internationalen Frauentag
Internationaler Frauentag
Frauen tragen so vieles – sichtbar und unsichtbar.
Sie organisieren, planen, kümmern sich, halten Familien, Freundschaften und oft ganze Lebenswelten zusammen.
Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie viel Frauen weltweit leisten – und dass Gleichberechtigung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.
Mein kleines Elfchen ist eine Hommage an all die stillen Heldinnen des Alltags.
FrauenSeit Generationen Gehen ihren Weg Mut Geduld Kraft WürdeBewundernswert
Für alle Frauen, die jeden Tag soviel tragen. 🌸
Internationaler Frauentag
Frauen tragen so vieles – sichtbar und unsichtbar.
Sie organisieren, planen, kümmern sich, halten Familien, Freundschaften und oft ganze Lebenswelten zusammen.
Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie viel Frauen weltweit leisten – und dass Gleichberechtigung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.
Mein kleines Elfchen ist eine Hommage an all die stillen Heldinnen des Alltags.
FrauenSamstag, 7. März 2026
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Pippi und Frida
Manche Begegnungen im Leben werden zu kleinen Ritualen.Zu festen Momenten in der Woche, die einem vertraut sind – wie eine gute Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen im Lieblingscafé.
Vielleicht ist ja noch ein Stuhl frei an unserem kleinen Tisch im Zwischenraum des Lebens.
Donnerstag, 5. März 2026
Gespräche bei Kaffee und Kuchen
![]() |
Mittwoch im Café |
Zwischen Zipperlein und Zuversicht
Es ist Mittwochnachmittag und ich sitze mit Frida, meiner besten Freundin, in unserem Lieblingscafé „Chez Malou“.
Vor uns eine große Tasse Kaffee und ein traumhaft leckeres Éclair mit Pistaziencreme.
Plötzlich ertönt lautes Geheule vom Nachbartisch. Eine junge Mutter versucht verzweifelt, ihre zwei wilden kleinen Jungs zu bändigen. Ein Glas Apfelsaft fällt polternd zu Boden und die arme Mama wird immer nervöser.
Frida und ich schauen uns wortlos an.
Wir denken beide das Gleiche.
„Weißt du noch, Pippi?“, sagt Frida schließlich. „Uns ging es ähnlich, als wir in ihrem Alter waren.“
Immer diese Hektik. Immer diese Verantwortung. Immer gebraucht werden. Tag für Tag, Woche für Woche – und das über Jahre.
„Ja“, seufze ich. „Weißt du, Frida, ich kam mir damals oft vor wie ein Erdmännchen in seinem Bau. Immer aufrecht, immer nach möglichen Gefahren Ausschau haltend.“
Frida lacht leise und nickt.
„Genau so war es.“
„Und heute?“ frage ich und nehme einen Schluck Kaffee.
Frida hebt eine Augenbraue. „Heute plagen uns andere Baustellen.“
Abwechselnd zählen wir auf: Hörgerät, neues Knie, neue Hüfte, Brille, Rollator … und noch einiges mehr.
„Hören wir lieber auf“, sagen wir schließlich beide fast gleichzeitig, „sonst kriegen wir noch schlechte Laune.“
Eine Weile sitzen wir schweigend da und lassen unsere Gedanken treiben.
Dann sagt Frida plötzlich:
„Weißt du, im Prinzip geht es uns doch gut. Wir haben endlich Zeit für uns. Keine Vergleiche mehr. Weniger Erwartungen. Und den Mut, Dinge einfach für uns zu tun.“
Ich nicke langsam.
Und doch denke ich manchmal, dass Älterwerden weniger Leben bedeutet.
Frida lächelt.
Ich sehe sie fragend an. „Bist du anderer Meinung?“
Sie lächelt wieder, ganz ruhig.
„Ich glaube, es ist einfach ein anderes Leben. Wir können immer noch vieles machen – nur eben langsamer.“
Wir sitzen noch eine Weile da und beobachten die Menschen draußen auf der Straße.
Am Nebentisch ist es inzwischen ruhiger geworden.
Die junge Mutter zieht ihrem kleineren Sohn die Jacke an, während der Große geduldig danebensteht.
Ich lächle.
Früher war das einmal unser Leben.
„Weißt du, Frida“, sage ich schließlich, „vielleicht sind wir einfach im besten Zwischenraum unseres Lebens angekommen.“
Frida hebt ihre Kaffeetasse und nickt.
Draußen gehen die drei Hand in Hand über den Bürgersteig.
Ich lehne mich zurück und spüre eine leise Zufriedenheit.
Denn das Glück liegt nicht im Außen.
Es liegt tief in uns selbst.
Mittwoch, 4. März 2026
Silberne Gedanken
![]() |
| Ein Gedanke für die Nacht |
Ein Atemzug im Mondlicht
Es ist Vollmond. Rund und Prall steht er leuchtend am Himmel.
Sein heller Schein wirft bizarre Schatten in mein dunkeles Zimmer. Ich stehe am offenen Fenster und spüre die kühle,würzige Nachtluft auf meiner Haut.Nachtschwarze Stille hüllt mich ein.Die meisten Menschen schlafen schon,doch meine Gedanken wandern umher.Sie sind klarer,tiefer und weniger laut als am Tag.
Es ist ein besonderer Moment: der heutige Tag ist gelebt,das Gestern Geschichte und das Morgen noch in weiter Ferne.
Ich bewundere staunend das Silber auf den Dächern und die funkelnden Sterne am Firmament. In diesem Augenblick bin ich ganz bei mir und eins mit der Nacht. Tiefer Frieden umgibt mich.Ich atme durch, lasse los und nehme die Stille mit ins Bett.
Und der Vollmond lächelt mir zu und flüstert leise : "Angenehme Nachtruhe "
Erdmännchen
Aus seinem geschützten Bau
Schaut neugierig ein Erdmännchen.
Dunkle Augen scannen die Weite.
Es will hinaus.
Doch es bleibt -
Aufrecht -
Im geschützten Bau.
Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen
Pippi und Frida – Was ist Glück? Heute bleibt man nur kurz im „Chez Malou“. Sunnys Laden kommt ins Spiel – und dort entwickelt sich ein G...
-
Heute ist wieder Zeit für das ZIB,ein Projekt von der lieben Nova e Weiter geht es mit einem weiteren Sommerthema,dem Urlaub.Da...
-
Es ist Samstagabend,es grummelt draußen,ein Gewitter naht,die Vögel zwitschern auch nur noch verhalten und nun gesellt sich der Regen d...
















